Tagblatt Online, 30. April 2009 01:03:48
Hubmann startet für Südthurgau
Präsidentin Myrta Klarer mit den neuen Vorstandsmitgliedern Bruno Lüscher (rechts), Gemeindeammann von Aadorf, und Adrian Stutz, Gemeinderat von Eschlikon. (Bild: Bild: mst.)
Der Verein Wirtschaftsraum Südthurgau hat beschlossen, den Orientierungsläufer und Weltmeister Daniel Hubmann zu unterstützen. Im Gegenzug wird der Eschliker den Namen Südthurgau nach aussen tragen.
Nadja Stricker Sanchez
Aadorf. Der Höhepunkt der Generalversammlung des Vereins Wirtschaftsraum Südthurgau war zweifelsohne die Ehrung des «Südthurgauer des Jahres». Es sei eine zweifache Premiere, erklärte Präsidentin Myrta Klarer. Zum einen werde erstmals der «Südthurgauer des Jahres» (vor der Namensänderung des Vereins war es der «Hinterthurgauer des Jahres») erkoren und zum anderen stamme der diesjährige Titelträger zum ersten Mal aus dem Bereich Sport.
Erstmals aus der Sportwelt
«Daniel Hubmann ist ein typischer Hinterthurgauer, ein typischer Einwohner des Tannzapfenlandes, aber auch ein typischer Südthurgauer», erklärte Kilian Imhof, persönlicher Trainer des Orientierungsläufers. Hubmanns Bescheidenheit und seine Qualität und Leistungsbereitschaft spreche für den Hinterthurgauer. Zudem passe der frühere Leitspruch des Wirtschaftsraums «Hinterthurgau – ganz vorn» perfekt zum 26-Jährigen. Hubmann ist Schreiner, und er sei in dieser Region verwurzelt.
Das Tannzapfenland mit seinen Wäldern würde zudem beste Voraussetzungen für den Orientierungslauf bieten. Letztlich sei Hubmann zu Recht als Südthurgauer geehrt worden, da er innovativ ist, was sich auch der Südthurgau auf die Fahne geschrieben hat. Beispielsweise habe er den Schritt ins Profitum gewagt und sei mit den entsprechenden Resultaten belohnt worden. «Daniel mag die Wärme des Südens und hat ein sonniges Gemüt», zog Imhof schmunzelnd die Verbindung zum Südthurgau. Der Eschliker wurde mit dem Titel und einem Scheck in der Höhe von 2000 Franken belohnt.
Zudem konnte Myrta Klarer bekannt geben, dass Daniel Hubmann den Namen «Südthurgau» in der weiten Welt bekannt machen werden. «Wir haben einen Werbevertrag mit Daniel Hubmann abgeschlossen. Dafür haben wir unter anderem das Preisgeld des letztjährigen «Hinterthurgauer des Jahres», Hans-Jürg Schmid, verwenden können», so die Präsidentin.
In den Vorstand gewählt
Ihren ersten Jahresbericht stellte Myrta Klarer unter den Titel «Energie».
So hätten die Reaktionen auf die Namensänderung von Hinterthurgau zu Südthurgau und auf die neue Autobahntafel sehr viel Energie gekostet: «Kaum ein Thema beschäftigte die Bevölkerung dermassen, wie die neue Namensgebung Südthurgau. Ich stand mitten in diesem Spannungsfeld.» Die vielen positiven Echos, insbesondere von ausserhalb der Region, habe für unbezahlbare Gratiswerbung gesorgt.
Ein wichtiges Schwerpunktthema sei die Schaffung des Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien («Keest») gewesen. Aus dreissig Bewerbungen sei Andreas Koch zum Geschäftsführer ausgewählt worden. Koch stellte im Anschluss an die Generalversammlung das «Keest» den Vereinsmitgliedern auch gleich vor. Da die Gemeinde Aadorf im vergangenen Jahr wieder Mitglied im Verein Wirtschaftsraum geworden ist, wurde Aadorfs Gemeindeammann Bruno Lüscher an der Versammlung vom Dienstag in den Vorstand gewählt. Weiter nimmt auch Gemeinderat Adrian Stutz aus Eschlikon Einsitz im Vorstand.
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