Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 04. Juli 2009 01:01:27

Hubmann mit Medaillenchancen

Zoom

Martin Hubmann ist bestens gerüstet für die Junioren-Weltmeisterschaften in Italien. (Bild: Bild: zVg.)

Vom 6. bis 11. Juli starten die weltbesten Orientierungsläufer im Juniorenalter zum alljährlichen Kräftemessen an der Junioren-WM im italienischen Trentino. Der Eschliker Martin Hubmann gehört zu den Schweizer Medaillenhoffnungen.

Eschlikon. Nach vor Kurzem mit Bravour bestandener Lehrabschlussprüfung als Bauzeichner folgt für Martin Hubmann der nächste Saisonhöhepunkt postwendend. Für das 20-jährige Nachwuchstalent sind die Wettkämpfe im südlichen Nachbarland aber fast schon Routine, denn er wird bereits zum vierten und definitiv letzten Mal an einer Junioren-Weltmeisterschaft teilnehmen können.

Bezüglich Zielsetzung hat sich im Vergleich mit der ersten Teilnahme schon einiges verändert, wie Hubmann erzählt: «Als ich vor drei Jahren mit 17 das erste Mal an die WM ging, war ich der Jüngste im Schweizer-Team, und auch insgesamt zählte ich zu den Jüngeren. Daher ruhten die Erwartungen mehr auf meinen Teamkollegen. Das änderte sich aber nach dem Gewinn der Bronzemedaille vor zwei Jahren. Letztes Jahr konnte ich meine Erwartungen wohl wegen zu viel Druck nicht erfüllen.

Darum gehe ich meine letzte JWOC nun ruhiger an, denn ich weiss, dass ich momentan in einer guten Verfassung bin und mir das Gelände liegt.»

Mindestens zwei Diplome

Je ein Diplom in einem Einzelwettbewerb und in der Staffel ist die offizielle Zielformulierung von Hubmann. Gemessen an seinen nationalen und internationalen Erfolgen, dürften aber speziell über die kürzeren Distanzen (Sprint und Mitteldistanz) reelle Chancen auf eine Medaille bestehen,

zumal der bescheidene Eschliker seine Qualitäten etwa so beschreibt: «Meine Stärken sehe ich in den temporeichen und intensiven Rennen, wo man die Konzentration stets aufrechterhalten muss, und wo Schnelligkeit gefragt ist. Ich denke auch, dass mir die steilen Hänge, wie man sie im Trentino vorfindet, entgegenkommen. Dagegen ist im Vergleich mit den Skandinaviern sicherlich das Kompasslaufen eine Schwäche von mir.»

Ideale Vorbereitung

Trotz LAP- und BMS-Abschlussprüfungen hat die Vorbereitung auf die Titelkämpfe nicht gelitten. Hubmann ist bekannt als gewissenhafter Planer, und so fiel es ihm nicht schwer, die verschiedenen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen.

Dank der Verletzungsfreiheit und der Unterstützung seines Bruders und OL-Weltnummer eins Daniel im trainingstechnischen und mentalen Bereich herrscht beim Youngster aus dem Hinterthurgau grosse Zuversicht.

Dazu kommt, dass sich das nationale Juniorenkader und das 12-köpfige WM-Team sowohl im Trentino selbst wie auch im relevanten Gelände im Tessin mit den zu erwartenden Schwierigkeiten bereits vertraut gemacht hat.

Leidenschaft OL

Neben der kopflastigen Arbeit empfindet Martin Hubmann den Sport als optimalen Ausgleich. Fünf bis sieben Trainingseinheiten und ein gesamter Zeitaufwand von mindestens acht Stunden pro Woche führen dazu, dass kein Platz für andere Hobbys mehr bleibt. «Im OL geht es nicht in erster Linie ums Geld, sondern um die Freude an einer naturverbundenen, sauberen und fairen Sportart. Deshalb mache ich diesen Sport sehr gerne und bin bereit, meine ganze Freizeit dafür zu investieren», erklärt Martin Hubmann die Beweggründe, seine gesamte Energie in den Sport zu setzen. (sw.)





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: