Tagblatt Online, 08. September 2010 01:03:51
Ein Wochenende voller Musik
Am Samstag und Sonntag wird Sirnach zum sechsten Mal in Folge zu einem Blasmusik-Mekka. Die zehnte Austragung des Ostschweizer Solisten- und Ensemble-Wettbewerbs OSEW steht an.
Mario Fuchs
Sirnach. «Am meisten freue ich mich auf all die talentierten Jugendlichen, die zu uns kommen, um ihr Bestes zu geben», sagt Kurt Baumann, seines Zeichens Gemeindeammann der Gastgebergemeinde Sirnach sowie Präsident des Vereins OSEW in persona. Zum ersten Mal zeichnet der im Februar eigens dafür gegründete Verein als Organisator des weitherum bekannten Anlasses, der heuer bereits zum sechsten Mal in Sirnach gastiert, verantwortlich.
Verein als Organisationskomitee
Vor zehn Jahren von der Liberty Brass Band Ostschweiz (LBB) ins Leben gerufen, wurde das Teilnehmerfeld von anfänglich 100 bis 200 Musikanten dank der Einführung neuer Kategorien (alle Holzblas-, Blechblas- und Perkussionsinstrumente) auf bis zu 700 Musikanten erweitert. Aufgrund des enorm gestiegenen Aufwands habe die LBB den Wettbewerb auf eigene Beine stellen wollen.
Übernommen hat diese Aufgabe der 18-köpfige Vorstand des Vereins OSEW unter dem Patronat der LBB sowie den Blasmusikverbänden der Kantone St. Gallen, Thurgau, beider Appenzell, Glarus, Graubünden, Schaffhausen und Zürich.
Gratis-Infrastruktur für Kultur
Ziel sei es, den Musikernachwuchs zu fördern, erklärt Kurt Baumann im Gespräch mit der Wiler Zeitung. «Wir können damit ein wichtiges Stück Kultur in Sirnach pflegen.
» Dies ist der Gemeindeverwaltung auch etwas wert. Der Dreitannensaal sowie zahlreiche Schulzimmer werden dem Verein OSEW gratis zur Verfügung gestellt. Ebenfalls kostenlos ist zudem während dem gesamten Wochenende der Eintritt für die Bevölkerung zu sämtlichen Vorführungen.
Zusätzlich stellen unzählige Vereine aus der Region Mitglieder als freiwillige Helfer, etwa für den Aufbau oder die Festwirtschaft. Für diese «unglaublich wertvolle Unterstützung» sei man sehr dankbar, so Kurt Baumann.
Tuba-Profi mit Gastauftritt
Eine hörenswerte Ergänzung zum Wettbewerbsprogramm (jeweils ab 8.30 Uhr) und laut Kurt Baumann ein spezieller Höhepunkt wird der Auftritt des Jurymitglieds und Solotubisten Anne-Jelle Visser sein (Samstag, 17.15 Uhr im Dreitannensaal). Der Niederländer spielt im Orchester der Oper Zürich und gehörte zuvor dem Nordholländischen Philharmonischen Orchester an.
Währenddem für das grosse Musikfest alles bereitsteht, hofft OK-Präsident Baumann derweil auf schönes Wetter. Das kann leider auch das beste OK nicht organisieren. «Und auf viele Zuschauer als zusätzliche Motivationsspritze für die jungen Musikanten», so Baumann abschliessend.
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