Tagblatt Online, 03. August 2009 01:00:42
Am wohl schönsten Ort gefeiert
Ein Feuerwerk ist nicht nur für die Kinder etwas vom Grössten am 1. August. Auch Erwachsene zünden Raketen und Vulkane.
Zweifelsohne dürfen die Wuppenauer behaupten, an einem der schönsten Orte der Ostschweiz den Nationalfeiertag begangen zu haben. Auf dem Nollen fehlten weder Feuerwerk und Höhenfeuer, noch Musik und Gesang oder eine gelungene Festansprache.
Christoph Heer
Wuppenau. «Man hat vom Nollen einfach eine sensationelle Aussicht über die ganze Ostschweiz und darüber hinaus», schwärmte eine fünfköpfige Gruppe aus Wil, die nicht zum ersten Mal den Nationalfeiertag auf diesem beliebten Aussichtspunkt begeht. Über 500 Besucher fanden sich ein, um miteinander den 718. Geburtstag unserer Schweiz zu feiern.
Vielfältiges Angebot
Es lockte nicht nur der grosse Funken zum Festgelände.
Man freute sich auf den Auftritt der Musikgesellschaft Wuppenau und natürlich das reichhaltige Buffet. Vorbei scheinen die Zeiten, bei denen man froh sein musste, noch eine warme Grillwurst erhaschen zu können. Zumindest am Nationalfeiertag auf dem Nollen verführen Pouletschenkel, Pangasius Knusperli, Siedfleischsalat oder heisser Beinschinken, sich den Bauch voll zu schlagen.
Nationalrat als Festredner
Für Nationalrat Lukas Reimann schien es von Anfang an klar zu sein, dass er die Einladung von Gemeindeammann Hans Peter Gantenbein annehmen würde. «Als jüngster Nationalrat bekommt man jeweils viele Einladungen zum ersten August, doch eine Rede auf <unserem> Nollen lasse ich mir doch nicht entgehen», schmunzelte er zu Beginn seiner Ansprache. «Der Weg auf den Nollen ist immer reizvoll.
Und vor allem, er ist für uns ein Stück Heimat, ein Stück Schweiz», begründete der in Wil wohnhafte Reimann. Mit seiner eindrücklichen Rede, zog er die Gäste in seinen Bann und liess sich auch von den ausserhalb des Zeltes gezündeten Böllern nicht aus der Ruhe bringen.
Um die Meisterschaft kämpfen
Vielmehr lief er zur Hochform auf und versprach, dass er, so lange er politisch tätig ist, vieles unternehmen wird, damit überflüssige Regulierungen,
bürokratische Bevormundungen oder zu hohe Steuern sich in einem akzeptablen Bereich bewegen oder gar abgeschafft werden. «Ich möchte, dass unsere Schweiz nicht mehr gegen den Abstieg kämpft. Ich möchte, dass wir wieder um die Meisterschaft kämpfen und auf Sieg setzen. Die Schweiz muss sich nicht neu erfinden, aber sie sollte zu den bewährten Erfolgsmaximen zurückfinden und diese selbstbewusst ausbauen», forderte der Nationalrat.
Für seine Ansprache erntete er einen verdienten, tosenden Applaus, und man sah es den Besuchern an, dass sie mit Lukas Reimann einig sind.
Feuer und Feuerwerk
Für das Feuerwerk und das Abbrennen des Funkens begab man sich kurz nach der Ansprache und nach weiteren Liedervorträgen der Musikgesellschaft ins Freie. Und trotz zeitweilig gefährlichen Querschlägern, es handelte sich dabei wohl meistens um Luftheuler, feierten die Festbesucher sich und die Schweiz.
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Kommentar lesen
MarcSomogyi (02. August 2009, 23:27)
Top 1. August Rede von NR Lukas Reimann
Es war wie immer eine Top 1. August Rede von Nationalrat Lukas Reimann. Es war nicht meine erste, komme jedes mal wieder gerne. Die Rede von vielem SVP-Politiker sind klar deutlich und in verständlichem Sprache ohne viel englische Wörter und sonstige Unarten der heutigen Sprache. Einfach vom Volk für das Volk.
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