Tagblatt Online, 27. August 2010 07:33:00
Integrationsfachstelle weiterführen
Zogen Bilanz über zwei Jahre Fachstelle Integration: Beda Meier, Ramona Giarraputo, Bruno Gähwiler und Felix Baumgartner (von links). (Bild: Bild: nas.)
WIL. Seit zwei Jahren gibt es in Wil eine Fachstelle Integration für die Stadt und die Region. Schon vor Ablauf der dreijährigen Pilotphase spricht sich der Wiler Stadtrat für eine Verlängerung aus.
Basierend auf den Legislaturzielen 2001–2004 der Stadt Wil wurde ein Integrationsleitbild geschaffen. Als strategische Massnahmen wurde vor zwei Jahren eine mit 70 Stellenprozenten dotierte Fachstelle Integration, die sowohl für die Stadt Wil als auch für die Gemeinden des Wahlkreises Wil zuständig ist, sowie eine Integrationskommission in Wil geschaffen.
Während einer dreijährigen Pilotphase hat das Stadtparlament einen Bruttokredit von jährlich 250 000 Franken gesprochen, wovon rund 50 000 Franken aus einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton St. Gallen stammen.
Antrag zur Weiterführung
Gestern stellten Bruno Gähwiler (Stadtpräsident Wil), Beda Meier (Leiter Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte des Kantons St.
Gallen), Ramona Giarraputo (Mitarbeiterin Kompetenzzentrum) sowie Felix Baumgartner (Leiter Fachstelle Integration Wil) die Arbeit der Fachstelle vor und zogen nach zwei Jahren eine erste Bilanz. Diese falle durchwegs positiv aus, war an der Medienkonferenz zu erfahren. Unter anderem erklärte Bruno Gähwiler, dass man im Stadtrat von der Weiterführung des Projekts überzeugt sei und darum dem Stadtparlament einen Antrag zur Verlängerung der Integrationsförderung unterbreiten werde.
Beda Meier lobte Wils Einsatz für die Integration: «Wil übernimmt eine Vorreiterrolle nicht nur für die Stadt, sondern für die ganze Region.»
Geld für Projekte Dritter
Beda Baumgartner schilderte die Aufgaben der Fachstelle. Städtischer Schwerpunkt ist der vom Stadtparlament beschlossene Vollzug des Wiler Integrationsleitbildes. Zusammen mit ausländischen Eltern sowie Fachpersonen der Kinderbetreuung und der Schule wurde so ein Konzept zur Frühförderung sozial benachteiligter und ausländischer Kinder und deren Eltern erarbeitet. Ein wichtiges Projekt ist auch die Ergänzung der Website www.stadtwil.ch mit spezifischen Informationen für Neuzugezogene. «Die Homepage soll in rund zehn Themenbereichen ergänzt werden. Die Anpassungen werden kontinuierlich aufgeschaltet», erklärt Baumgartner.
Die Fachstelle Integration berät zudem Private, Vereine und Institutionen bei der Entwicklung von Integrationsprojekten und unterstützt Projekte Dritter (auch Privater) finanziell. Dafür stehen laut Gähwiler 20 000 Franken zur Verfügung, die noch nicht ausgeschöpft seien. Regionale Themenschwerpunkte seien insbesondere die Vernetzungs- und die Informationsarbeit sowie die Unterstützung von Schul- und politischen Gemeinden bei der Erarbeitung von Integrationsleitbildern. (nas.)
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