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Tagblatt Online, 25. Juni 2012 07:46:00

Gesucht: Unterkunft für vier

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Der Gemeinderat tagte am Freitag. Er bevorzugt eine Mietlösung, klärt aber für den Fall, dass keine gefunden wird, Alternativen ab. (Bild: Mario Fuchs)

TOBEL-TÄGERSCHEN. Der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen sucht jetzt eine Unterkunft für vier Asylsuchende. Mehrere Varianten zeichnen sich ab. Die Idee eines Zentrums mit Nachbargemeinden ist vom Tisch.

CHRISTOF WIDMER

Nur noch für vier Asylbewerber sucht die Gemeinde Tobel-Tägerschen eine Unterkunft – genau für so viele, wie der Kanton der Gemeinde zuteilen wird. Die Pläne für ein gemeinsames Heim mit Braunau, Lommis und Schönholzerswilen sind vom Tisch: Der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen teilte am Samstag mit, dass er das Projekt für die Unterbringung von 12 bis 14 Asylbewerbern nicht mehr weiterverfolge. Das regionale Asylheim hätte in der «Blumenau» in Tägerschen angesiedelt werden sollen – das verhinderte letzte Woche ein in der Gemeinde wohnhafter Unternehmer kurzerhand mit dem Kauf der Liegenschaft (Ausgabe vom 21. Juni).

Erstes Angebot erhalten

Die Suche nach einer Unterkunft für vier Asylbewerber in Tobel-Tägerschen kommt derweil voran. Wie der Gemeinderat mitteilt, hat er ein Mietangebot für die Unterbringung von einer bis zwei Personen. Zudem steht die Behörde in Kontakt mit dem Besitzer einer freien Dreieinhalbzimmerwohnung, die Platz für alle vier Asylbewerber bieten würde. Ein Gespräch mit dem Vermieter sei für die nächsten Tage angesetzt, sagte Gemeindeammann Roland Kuttruff gestern auf Anfrage. Er ist zuversichtlich: «Der Besitzer hat nicht von Anfang an Nein gesagt.»

IG bringt keine neuen Lösungen

Ebenfalls im Spiel ist eine neue Lösung der Interessengruppe, die gegen das Heim in der Blumenau Unterschriften gesammelt hatte. Sie hat dem Gemeinderat inzwischen mehrere Möglichkeiten für die Unterbringung von vier Asylbewerbern vorgeschlagen. Die meisten davon habe der Gemeinderat aber schon in vergangenen Sitzungen behandelt, heisst es in der Mitteilung. Der IG sei es offenbar nicht gelungen, Besitzer von leerstehendem Wohnraum zu überzeugen, diesen für die Unterbringung von Asylbewerbern zu vermieten.

Die einzige neue Variante sei eine Gewerbeliegenschaft in Tägerschen, die vor kurzem frei geworden sei. Der Gemeinderat hatte sie aber ebenfalls schon im Auge.

Diese Gewerbeliegenschaft wäre auch in der Beurteilung Kuttruffs geeignet. Nötig wären aber Investitionen für eine Küche und Trennwände. «Aber es wäre absolut machbar», sagt der Gemeindeammann. Da die Liegenschaft in der Wohn-/Gewerbezone liegt, brauchte es nicht einmal ein Gesuch für die Umnutzung. Federführend ist hier noch die IG. Sie ist mit dem Besitzer im Gespräch.

Mietlösung am flexibelsten

Eine Mietlösung würde Kuttruff in jedem Fall vorziehen. Sie sei flexibel. Denn es sei nicht klar, wie lange die Asylbewerber bleiben werden. Ausserdem müsse die Gemeinde nichts investieren, wenn sie eine Wohnung mietet.

Für den Fall, dass er doch keinen Mietvertrag abschliessen kann, verfolgt der Gemeinderat zwei weitere Alternativen: Zum einen Wohncontainer, zum anderen die leer stehenden Büroräume des aufgelösten Betreibungsamts im Gemeindehaus in Tägerschen. Die Container würden demnach auf einer Parzelle beim Bahnübergang Tobel aufgestellt. Sie gehört dem Kanton. Er hatte seinerzeit grünes Licht gegeben für die längst verworfene Idee, dort eine Containersiedlung für das regionale Asylheim aufzustellen.

Beide Lösungen erfordern aber Investitionen und vor allem ein Bau- respektive Umnutzungsgesuch – gegen die Einsprache erhoben werden könnte.







Leser-Kommentare:
4 Beiträge

Kommentare lesen

schwizer (27. Juni 2012, 02:23)
Jedem Politiker...

...der den schweizerische Asylunsinn unterstuetzt, gehoert mindestens ein Asylant zur persoenlichen Unterstuetzung und Betreuung zugewiesen! Nur so bringen wir diesen schwachsinn aus der Welt!

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altendorf (25. Juni 2012, 15:46)
frage an den gemeinderat

hat der Thurgau nicht auch rot/grüne politiker? da diese alle willkommen heissen und behalten wollen, haben sie persönlich sicherlich noch ein freies "Plätzli" zwinkern

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adolfk31 (25. Juni 2012, 15:04)
Wie ?

hat die "Henry Dunant Schweiz" waehrend des zweiten Weltkriegs dieses Problem geloest ?

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tomtom1879 (25. Juni 2012, 12:22)
Super Typ

Danke Herr Hug für diese tolle Aktion... Man muss nur alle Dublin Fälle konsequent ausschaffen und dann hat man kein Platzproblem..

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