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Tagblatt Online
13. September 2012, 01:37 Uhr

«Es werden sich viele bewerben»

WIL. Wil braucht ein neues Feuerwehrdepot und eine neue Polizeistation. Am 18. September starten der Sicherheitsverbund Region Wil und der Kanton St. Gallen einen gemeinsamen Projektwettbewerb. Der Juryentscheid erfolgt im April 2013.

HANS SUTER

Der Sicherheitsverbund Region Wil (SVRW) ist seit einigen Jahren auf der Suche nach einem Standort für ein neues Betriebsgebäude. Gefunden hat er ihn an der Bronschhoferstrasse in Wil. «Das heutige Feuerwehrdepot an der Tonhallestrasse bietet keine räumlichen Reserven und genügt künftigen Anforderungen nicht mehr», erklärte Andreas Dobler am Mittwochabend an einer Medienorientierung. Der Kommandant und Geschäftsführer des SVRW verdeutlicht: «Wir erfüllen Aufgaben von Feuerwehr, Zivilschutz und Führungsorgan für mehrere Gemeinden und mehr als 27 000 Menschen.» Ähnlich tönt es bei der Polizei: «Auf unserer Polizeistation an der Lerchenfeldstrasse arbeiten inklusive Stadtpolizei 24 Personen, jedes Büro ist besetzt», sagt Sigi Rüegg, Chef Regionalpolizei. Die Polizeistation Wil bedient die Region Fürstenland-Neckertal und stellt polizeilich die zweitgrösste Region im Kanton St. Gallen dar.

Gemeinsamer Standort

«Nach langwierigen Verhandlungen können der SVRW und der Kanton St. Gallen am 18. September nun den gemeinsamen Projektwettbewerb starten», verkündete SVRW-Verwaltungsratspräsident Andreas Widmer vor den Medien. Gemeinsam deshalb, weil Feuerwehr und Polizei noch näher zusammenrücken. Die neue Polizeistation soll in und um das bestehende Swisscom-Gebäude an der Bronschhoferstrasse im Nordwesten der Stadt Wil zu stehen kommen, wenige hundert Meter vor der Grenze zu Bronschhofen. Die Bronschhoferstrasse ist die Hauptachse vom Schwanen-Kreisel im Zentrum Wils nach Bronschhofen. Das neue Betriebsgebäude von Feuerwehr und Zivilschutz wird auf der Wiese hinter der Polizeistation errichtet.

Offene Ausschreibung

Genaue Kostenschätzungen liegen zwar noch nicht vor, aufgrund der Kubaturen erfolgt die Ausschreibung jedoch von vornherein nach WTO/Gatt-Richtlinien. Das bedeutet, dass Unternehmen in rund 170 Ländern zur Teilnahme berechtigt sind. «Es werden sich viele bewerben», prophezeit der Raumplaner Hanspeter Woodtli. Er erwartet mehrere Dutzend Arbeiten. Um das Ganze übersichtlich zu halten, müssen die Teilnehmer für die Ausschreibungsunterlagen 500 Franken hinterlegen. Reichen sie bis 24. Januar 2013 ein Projekt ein, erhalten sie den Betrag zurück.

Das weitere Vorgehen

Der Juryentscheid wird im April 2013 erwartet. Der Baubeginn ist für Herbst 2014 vorgesehen, die Betriebsaufnahme soll im Frühling 2016 erfolgen. Das alte Feuerwehrdepot an der Tonhallestrasse soll danach durch die Stadt einer neuen Nutzung zugeführt werden. Diesbezüglich wird dem Stadtparlament demnächst eine Vorlage unterbreitet.



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