Tagblatt Online, 06. September 2010 01:05:02
«Regionale Macher gesucht»
Die Messeverantwortlichen Florian Heule, Reinhard Frei und Raphael Thür (v. l.) zeigen sich trotz zurückgegangener Aussteller und Besucherzahlen zufrieden mit dem Verlauf der Wufa. (Bild: Bild: nas.)
WIL. Knapp 30 000 Besucher haben in den vergangenen vier Tagen die Wufa besucht. Die fehlende Gastgemeinde und weniger Aussteller seien der Grund für den Besucher-Rückgang.
Nadja Stricker Sanchez
«Wir befinden uns mit der Wufa im verflixten siebten Jahr», eröffnete Messeleiter Reinhard Frei die gestrige Bilanzkonferenz. In diesem Jahr hätten sie mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen gehabt. Bereits im Vorfeld der Wufa seien einige Sponsoren abgesprungen. Dies habe dazu geführt, dass das Messebudget zum Teil hätte gekürzt werden müssen.
«Die Projektleiter Florian Heule und Raphael Thür haben grosse Anstrengungen unternommen, dass die Qualität trotzdem hoch gehalten werden konnte, was durchaus gelang», lobte Frei sein Team. In einzelnen Teilen hätten hingegen Kürzungen vorgenommen werden müssen. So waren zum Beispiel den Tagungen weniger Geld zur Verfügung gestanden. Nun werde die Messeleitung die einzelnen Veranstaltungen analysieren und sich der geäusserten Kritik stellen.
Rundgangkonzept kam an
Die diesjährige Wufa verzeichnete mit knapp 30 000 Besuchern (inklusive Parties) rund zehn Prozent weniger Besucher als im Vorjahr. Im Jahr 2009 hatte alleine Sirnach mit rund 30 Ständen und einem 1000 Quadratmeter grossen Zelt am Samstag 3000 Besucher mehr an die Wufa gebracht. «Wir sind mit dem Auftritt der Gastregion Appenzellerland hochzufrieden.
In sympathischer Art und Weise präsentierten die Appenzeller Köstlichkeiten sowie Attraktionen, Land und Leute aus dem Alpsteingebiet. Nur kann man das nicht mit einer Gastgemeinde aus der Region vergleichen», betont Projektleiter Florian Heule. Eine Blitzumfrage am Sonntag bei den Ausstellern habe gezeigt, dass viele mit dem Erreichten zufrieden seien, heisst es seitens der Messeleitung. «Die Wufa hat sich etabliert», hat Reinhard Frei von den Ausstellern vernommen.
Gelobt worden seien auch das neue Rundgang-Konzept und das Messegelände, das offen und übersichtlich war. Der Wufa-Sicherheitsbeauftragte Ramon Gubelmann verzeichnete an diesen vier Tagen nur wenige Vorfälle: «Es gab nur wenige Tätlichkeiten am Abend und kaum Sanitätseinsätze.»
Wieder auf den Erfolgsweg
Fehlende Besucher-, Aussteller- und Sponsoren-Einnahmen werden die Messerechnung belasten. So waren im vergangenen Jahr 130 Stände an der Wufa präsent, in diesem Jahr 100.
Trotzdem sind die Messemacher der Freicom AG zuversichtlich, dass im nächsten Jahr mit neuen Ansätzen und einem neuen Konzept wieder auf den Erfolgsweg gefunden werden könne. «Die Wufa ist ein unverzichtbarer Wirtschafts-Bestandteil der Region geworden. Erschwerend für die Wufa-Macher sei es aber, dass die Region nach wir vor keine Einheit bilde, sich Flawil nach St. Gallen ausrichte und der Verein WUF in die neue Organisation «Regio Wil» aufgehen werde.
«Die Wufa kann sehr viel für das Zusammenwachsen der Region Südthurgau-Wil-Uzwil bewirken – aber sie braucht auch die Unterstützung der regionalen Macher und regional denkender Menschen, insbesondere in Gewerbe- und Gemeinderatskreisen», so Reinhard Frei. wufa 36
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