Stets ein Auge auf den Energiekosten

SIRNACH ⋅ Das Unternehmerforum stand im Zeichen der Energieeffizienz. Verschiedene Referenten erklärten den Gewerblern, wie weniger Energie ein Mehrwert für ihre Betriebe sein kann.
29. September 2017, 05:18

Zu Gast bei Freunden. Das hätte auch das Motto des Unternehmerforums vom Mittwochabend sein können. Denn die knapp 40 Gewerbler und Politiker fanden sich in der Sirnacher Fairdruck ein; notabene bei Neu-Nationalrat Hansjörg Brunner. Man kennt sich, man schätzt sich und man gönnt den anderen Gewerbetreibenden ihre Erfolge. Erfolge, die in ihren Betrieben auch dank Energieeffizienz machbar werden.

Ursprünglich ging die Keest (Kompetenzzentrum erneuer­bare Energiesysteme) aus dem Wirtschaftsraum Südthurgau hervor. Geschäftsführer Andreas Koch erklärte, dass die Keest den Leistungsauftrag des Kantons Thurgau als Drehscheibe und Ansprechpartner für KMU in Sachen Energie erfüllt. «Getragen durch den Thurgauer Gewerbeverband und die Industrie- und Handelskammer Thurgau IHK unterstützen wir die KMU auf ihrer Suche nach Energieeinsparungen und machen so die Energieeffizienz greifbar.» Als Referenten fungierten verschiedenste Fachpersonen. Nebst Hansjörg Brunner und Andreas Koch waren dies Andrea Paoli (Leiter Abteilung Energie Kanton Thurgau), Andreas Rothen (Geschäftsführer Cleantech Agentur Schweiz), Florian Buchter (Geschäftsführer Peik, Energieschweiz).

Drei anvisierte Ziele zum Atomausstieg

Gespannt waren die Gäste auch auf die Ausführungen von Regierungsrat Walter Schönholzer. Er liess die Konsequenzen aus der Abstimmung vom vergangenen Mai noch einmal Revue passieren. Das Ja zur Energiestrategie 2050 hat das Ende des Atomzeitalters eingeläutet. «Im Thurgau müssen wir unbedingt unser Musterprogramm und die eingeschlagenen Stossrichtungen weiterführen. Der Atomausstieg, die Massnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und die Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind dabei die drei anvisierten Ziele», betonte Schönholzer. Andreas Koch brachte den Interessierten das Projekt «MoVe» näher. Mit dem «Mehrwert ohne Verschwendung von Energie» sollen insbesondere die KMU profitieren, bei welchen die jährlichen Energiekosten 100000 Franken übersteigen. MoVe soll für die KMU eine vereinfachte Mög­lichkeit sein, sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Koch wies auf die positiven Nutzen hin. «Mehr Gewinn dank weniger Kosten. Mehr Liquidität dank weniger Energieabgaben. Mehr Innovation dank mehr Investition. Es gäbe noch viel mehr, was man über unser einzigartiges Angebot aufzählen könnte», sagte er.

 

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch


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