Sie hat den schönsten Garten Wils

WIL ⋅ Erstmals verlieh Wil Tourismus den Prix Casa nicht für die Renovation oder den Umbau eines historischen Gebäudes. Stattdessen wurde der Garten von Rita Jakubowski in der Altstadt ausgezeichnet.
Aktualisiert: 
02.12.2017, 21:00
02. Dezember 2017, 08:59
Gianni Amstutz

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Zum zwölften Mal verlieh Wil Tourismus am Donnerstagabend den Prix Casa. Damit würdigt der Verein zusammen mit Vertretern der Stadt, die ebenfalls Teil der Jury sind, jedes Jahr besonders wertvolle Beiträge von Bauherrschaften zur Verschönerung des städtischen Erscheinungsbildes oder zum Erhalt historischer Liegenschaften und Kulturobjekten.

In diesem Jahr gab es ein Novum. Neben baulichen und renovationstechnischen Veränderungen sind neu auch Gesichtspunkte wie Energetik, Lebensraum, Ökologie und dergleichen als auszeichnungswürdig bestimmt worden. «Einerseits haben wir so mehr Spielraum in Jahren, in welchen keine baulichen Objekte eine Auszeichnung verdienen. Andererseits wollen wir die Bevölkerung so für energiepolitische und ökologische Themen sensibilisieren», sagt Walter Dönni, Präsident von Wil Tourismus. Zudem lasse diese Regeländerung in Zukunft mehr Spielraum bei der Vergabe des oder der Prix Casas.
 

Grünflächen sorgen für Postkartenidylle

Bereits in diesem Jahr kam die Regeländerung zur Anwendung. So wurde am Donnerstagabend der Garten von Rita Jakubowski in der Altstadt an der Marktgasse 12 mit dem Prix Casa ausgezeichnet. Einerseits ist es eine Wahl, die exemplarisch für die Schönheit aller Altstadtgärten steht, begründet die Jury ihr Urteil. Zusammen mit den angrenzenden, ebenfalls vorbildlich unterhaltenen Gärten werde ein Aussenraum, der die Postkartenidylle der Altstadtkulisse perfekt ergänze, geschaffen. Andererseits unterstreicht Dönni die Einzigartigkeit des preisgekrönten Gartens. «Rita Jakubowski hegt und pflegt ihren Garten seit Jahren, sodass er einer Oase gleich, Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlt und als Vorbild wirken soll.»
 

Garten zwischen Altstadtfassaden und Weier

Die Gartenparzelle zwischen den Altstadtfassaden und der tieferliegenden Weierstrasse überbrückt die Niveaudifferenz mit der typischen Terrassierung. Im Sockelbereich des Gebäudes, wo sich das Café La Moka befindet, ist ein Atelierkubus angeordnet, der sich auf einen tieferliegenden Sitzplatz ausrichtet. Dieser wird von Rankelementen und der Fassade des Gebäudes «Haus zum Gutschick» umsäumt. Aussenmöblierung und Skulpturen des Plastikers Kurt Scheiwiler prägten den hohen Aufenthaltswert der beiden übereinanderliegenden Terrassenzonen. In jahrelanger Zusammenarbeit mit Gartenbauer Karl Schönenberger und mit hohem persönlichem Engagement hege und pflege Rita Jakubowski die liebevollen Pflanzungen, die bis zur Böschung an der Weierstrasse reichten, heisst es in der Laudatio.


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