Optimale Standorterweiterung gelungen

LITTENHEID ⋅ Die Clienia AG baut im Kanton Schwyz einen weiteren Standort für die Kinder- und Jugendpsychiatrie auf. Dazu hat sie mit der Spital Lachen AG eine «starke Partnerin» gefunden, wie das Unternehmen mitteilt.
30. September 2017, 05:19

Die Spital Lachen AG und die Clienia AG sind beides private Spitalbetreiberinnen mit ähnlichem Geschäftsverhalten, ähnlicher Strategie und Denkhaltung, wobei eine direkte Konkurrenz nicht vorliegt, sondern von einer idealen Ergänzung der Leistungen in der Akutsomatik einerseits und der Psychiatrie andererseits gesprochen werden kann. Zwischen den beiden Gesellschaften besteht bereits eine langjährige, bewährte Kooperation im Leistungsbereich Adipositaszentrum des Spitals Lachen.

Aufträge aus dem Raum Ostschweiz

Die Clienia AG betreibt mehrere stationäre und ambulante Standorte, insbesondere im Raum Ostschweiz und Zürich. Die Tochtergesellschaft Clienia Littenheid AG arbeitet im Rahmen der Spitalversorgung mit mehreren Kantonen zusammen und hat sich unter anderem mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie führend positioniert. Grundversorgungsaufträge für dieses Fachgebiet be-stehen mit Thurgau, Schwyz, Zug, Uri, Appenzell Ausser- und Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Zürich sowie mit dem Fürstentum Liechtenstein. Das vor einigen Jahren entwickelte kinder- und jugendgerechte Konzept Burg Lino wird im Markt als innovativ und über die Grenzen der Schweiz hinaus als beispielhaft wahrgenommen.

16 stationäre und 4 tagesklinische Plätze

Zur besseren Erfüllung dieser Leistungsaufträge plant die Clienia Littenheid AG einen stationären Standort für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Richtung Zentralschweiz und erachtet die Zusammenarbeit mit dem Spital Lachen als eine optimale Standorterweiterung auf dem Gebiet des linken Zürichseeufers, das diesbezüglich noch wenig versorgt ist. Geplant sind 16 stationäre und 4 tagesklinische Plätze sowie eine Gruppenpraxis mit konsiliarischem Angebot für Erwachsene. Für die Versorgungsbewilligung wird die Clienia Littenheid AG einen entsprechenden Spitallistenplatz beim Kanton Schwyz beziehungsweise beim zuständigen Psychiatriekonkordat Uri, Schwyz, Zug beantragen. Die Kommunikation mit den bestehenden Leistungserbringern, insbesondere dem Sozialpsychiatrischen und dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst, ist in die Wege geleitet. Der Verwaltungsrat der Spital Lachen AG hat Mitte dieses Jahres den Auftrag für die Entwicklung einer ersten von vier Bauetappen für eine Gesamtsanierung der Liegenschaften und die Spitalerweiterung erteilt. Ein Neubau Gesundheitszentrum mit Raum für Praxen und ambulante Leistungsbereiche des Spitals sowie externe Mieter soll architektonisch in moderner, offener Bauweise an das denkmalgeschützte alte Spital angefügt werden. Die Hauptmieterin in diesem neuen Gebäude soll die Clienia Littenheid AG werden. Zudem wird gleichzeitig ein neuer Servicetrakt mit Operationssälen, einer neuen Intensivstation und Sterilisation sowie diversen Servicebereichen wie zum Beispiel Küche, Wäscherei, Bettenausrüstung geplant. Die Bautätigkeit wird bei laufendem Spitalbetrieb erfolgen müssen, was eine minutiöse Planung voraussetzt. Sobald die Grobplanung für die genannten Gebäude abgeschlossen ist, werden Behörden und Bevölkerung näher informiert werden. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 der Fall sein. Der Baustart ist auf anfangs 2019 geplant. (pd)


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