Tagblatt Online, 28. August 2010 12:32:00
Neues Konzept für die Wufa
Geschäftsleiter Charly Gamma präsentiert an der neuen Ausstellung zahlreiche Multimedia-Angebote. (Bild: Bild: sdu.)
WIL. Die Wil-Uzwil-Flawil-Ausstellung (Wufa) hat sich Anfang September im Wiler Kalenderjahr etabliert. Nächste Woche werden sich rund 200 Aussteller der Öffentlichkeit präsentieren. Es sind dies rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr.
simon dudle
Die Wufa ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Die Gastgemeinden erbrachten jeweils einen grossen Aufwand, um sich an dieser regionalen Messe würdig präsentieren zu können. Ein Höhepunkt war, als im vergangenen Jahr die Sirnacher einen 18 Meter hohen Turm aufstellten.
Nun scheint der Zenit erreicht. Für dieses Jahr konnte keine Gastgemeinde gefunden werden, sodass nun nach 2006 – damals war die Region Savognin die Hauptattraktion – mit dem Appenzellerland wieder eine Region im Zentrum steht.
«Die Wufa ist vor allem für kleine Gemeinden ein <Lupf>. Der grosse Aufwand hat sie wohl abgeschreckt», sagt Messeleiter Reinhard Frei. Er ergänzt, dass derzeit an einem neuen Konzept gearbeitet werde, damit auch kleinere Gemeinden wieder eine Chance hätten. «Wir wollen die Wufa tiefer in der Region verankern. Es soll ein Fest für Kopf, Herz und Hand sein», sagt Frei.
Gastgemeinde und -region
Für den Messeleiter ist Ziel, künftig wieder eine Gastgemeinde präsentieren zu können. Es sei aber auch vorstellbar, neben dieser gleichzeitig eine Gastregion zu haben.
An der Wufa 2010, die in der nächsten Woche von Donnerstag bis Sonntag wiederum auf dem Areal der Larag stattfindet, ist das Appenzellerland die Gastregion.
Da aus Sirnach im vergangenen Jahr rund 50 Aussteller zugegen waren, vermag es nicht zu erstaunen, dass das Zelt der Gastregion 2010 kleiner ist als jenes der Sirnacher 2009 und die Anzahl Aussteller um rund zehn Prozent auf deren 200 zurückgeht. Auch der Gewerbeverein Wil und Umgebung legt eine Pause ein. Zwar gibt es eine «Gewerbler-Ecke», die aber von den Veranstaltern der Wufa organisiert wird.
Olympia-Pass erlangen
An den vier Tagen sind zahlreiche Höhepunkte zu erwarten. Eröffnet wird das Fest, wie schon im Vorjahr, am Donnerstagmittag in der Eventhalle mit dem Gewerbler-Lunch. An diesem referiert Peter Roth, der unter anderem als Physiotherapeut beim FC St. Gallen und beim HC Arbon tätig ist. Danach folgt an gleicher Stelle um 13.30 Uhr die offizielle Eröffnungsfeier. Für Freitagmittag ist unter dem Stichwort «Was uns bewegt» das siebte Wirtschaftsforum angesetzt. Unter der Leitung von Radio-Moderatorin Susanne Giger sind drei Persönlichkeiten zu Gast.
Mathias Vettiger ist Projektmanager im Bereich Social Media Marketing und wird aufzeigen, wie man Plattformen wie Facebook und Twitter in der Geschäftswelt sinnvoll einsetzen kann. Spitzensportler Markus Ryffel, der im Jahr 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Silbermedaille im 5000-Meter-Lauf gewann, erzählt von seinen Erlebnissen, und auch Action-Fotograf Robert Bösch berichtet von seinen Erfahrungen. Am Samstag präsentieren sich die Vereine der Öffentlichkeit, wobei alle einen Wettbewerb anbieten.
Jeder Besucher hat die Möglichkeit, einen Olympia-Pass zu erlangen, wenn er fünf von acht Disziplinen absolviert hat. Unter ihnen sind der Wespateil-Weitwurf und das Fussball-Wrestling, bei dem sich die Teilnehmenden als Fussball verkleiden und ein Spielfeld nicht verlassen dürfen. Eine weitere Attraktion ist ein grosser Fussballkasten, bei dem die Besucher als lebende «Töggeli» figurieren.
Wichtige Bestandteile der Wufa 2010 sind die beiden Gastkantone. Guido Buob von Appenzellerland Tourismus erläutert: «Es wird in Anlehnung an den Witzwanderweg in Heiden und an den Barfussweg in Gonten einen Erlebnisparcours geben. Da lohnt es sich, die Schuhe auszuziehen.» Des Weiteren erklärt Buob, dass die gastliche Seite der beiden Appenzell im Vordergrund stünde und das dort heimische Handwerk gezeigt werde.
30 000 Besucher erwartet
Am Samstag ab 9 Uhr findet in der Eventhalle das Lehrstellenforum statt, zu dem über 1000 Personen erwartet werden. Die Vorbereitungen für die diesjährige Wufa gehen nun in die Schlussphase. «Wir erwarten zwischen 30 000 und 35 000 Besucher an diesen vier Tagen. Wenn wir diese Zahl erreichen, dann sind wir zufrieden», sagt Messeleiter Frei.
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