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Tagblatt Online, 23. August 2010 08:09:00

Heisse Köpfe am Flohmarkt

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Viel Volk am Kinderflohmarkt auf der Weierwiese am vergangenen Samstag. (Bild: Bild: sd.)

WIL. Am vergangenen Samstag hat auf der Weierwiese schon zum 15. Mal der beliebte Kinderflohmarkt stattgefunden. Organisiert wurde er auch dieses Mal von der Cevi Wil.

Sabina Diethelm

Es war nochmals ein richtig schöner Sommertag. Schon morgens brannte die Sonne herab und die Menschen liessen nicht auf sich warten. «Offizieller Beginn war um 9.30 Uhr», so Katja Schlegel, eine der Cevi-Leiterinnen, «aber als wir eintrafen, standen die ersten Leute schon da.»

Kistenweise Waren wurden auf Decken ausgelegt und aufgrund der Hitze verwandelte sich die Weierwiese rasch in ein Meer von bunten Sonnenschirmen. Bald herrschte ein reges Treiben. Für heisse Köpfe sorgte vor allem die Sonne, hitzige Preisdiskussionen waren nämlich selten.

« Es geht ja auch darum, dass die Kinder ihre eigenen Spielsachen loswerden», so Schlegel. «Gerade in der heutigen Zeit, wo Geld so eine wichtige Rolle spielt, ist es doch schön, wenn die Kinder ihre Spielsachen auch tauschen können, anstatt alte wegzuwerfen und neue zu kaufen.»

Mami und Papi als Händler

Die Spielwaren, die feilgeboten wurden, waren typisch für einen Kinderflohmarkt: Kuscheltiere, Puzzles, Bilderbücher, CDs und Puppen.

Es gab auch ausgefallenere Dinge wie Riesenplüschtiere, Keyboards, aufblasbare Kinderbädchen oder gar ein Trampolin zu entdecken. Vereinzelt fand man sogar kleine Kostbarkeiten wie zum Beispiel einen hölzernen Notenständer oder Lammfelle. Was die Kinder kauften, tauschten sie später ein oder verkauften es weiter. So wechselte manches Kuscheltier etliche Male den Besitzer.

Erstaunlich oft aber waren Mütter und Väter diejenigen, die auf den Decken sassen und Preise aushandelten, während sich die Kinder schüchtern davor drückten. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit wohl auch, um günstige Spielwaren für ihre Kinder zu erwerben.

Spenden für Pakistan

Für eine Pause zwischendurch stand sowohl für die Besucher als auch die Nachwuchsverkäufer-innen und -verkäufer eine kleine Festwirtschaft bereit. Dort verkauften Cevi-Leiterinnen und -Leiter Kaffee und Kuchen.

Man konnte sich vom eifrigen Debattieren erholen und sich auch mal Zeit für einen Schwatz mit alten Bekannten nehmen. Dieses Jahr waren die Preise in der Festwirtschaft günstiger, dafür stand eine Spendenbüchse für die Flutopfer von Pakistan neben der Kasse. Bei all den Spielsachen, die auf der Weierwiese zum Verkauf angeboten wurden, sollte man nämlich nicht vergessen, dass es Kinder gibt, die gar nichts haben.





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