Kulturpunkt fehlen noch 1200 Franken

FLAWIL ⋅ Der Kulturpunkt hat sich etabliert. Jetzt sollen die Räume nochmals ausgebaut werden. Hierfür sind Gelder der öffentlichen Hand bereits verbindlich zugesichert. Weitere 24000 Franken sollen über eine Crowdfunding-Kampagne generiert werden.
06. Dezember 2017, 05:22
Andrea Häusler

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Der erste Effort zur Weiterentwicklung des Flawiler Kulturpunkts geht auf den Sommer 2016 zurück. Mit der finanziellen Hilfe von Privaten, Stiftungen und der öffentlichen Hand, sowie der Unterstützung engagierter Kulturinteressierter, war der Hauptteil des ursprünglich als Scheune konzipierten Lokals auf den zeitgemässen Standard eines Kulturlokals ausgebaut worden. Die zwar gemütliche, aber beengende «Dachkammer» entwickelte sich bis zum Herbst zu einem ausstrahlungsstarken Eventraum mit separatem Technikbereich, moderner Infrastruktur, bequemer Bestuhlung sowie einem separaten Instrumenten- und Requisitenlager.

Jetzt steht die zweite Umbauetappe an. «Nach wie vor fehlt ein Aufenthaltsraum für auswärtige Künstler», sagt Ananda Geissberger, Initiator und treibende Kraft im Kulturpunkt und spricht die Hotelspesen an, die der Kulturpunkt für die Unterbringung der auftretenden Künstler zu zahlen habe. «Nach dem Umbau sollen sich diese entspannt auf ihr Gastspiel vorbereiten, nach ihrem Auftritt ausruhen und ohne Umzugsstress übernachten können.»

«Essen ist ein wichtiges Kulturgut»

Der multifunktional ausgebaute Raum wird neben Betten auch sanitäre Anlagen (WC/Dusche) sowie eine Küche enthalten. Letztere wird auch die Möglichkeit bieten, das Konsumationsangebot des Kulturpunkts gastronomisch zu bereichern. Oder, wie beispielsweise im Fall des multikulturellen Integrationsprojekts «Buntruum», Teilnehmer dazu anregen, Küchenschätze aus ihrer Kultur vorzustellen und mit ihren Gästen zu teilen. «Denn Essen», sagt Ananda Geissberger, «ist ein wichtiges Kulturgut.» Nebst der festen und mobilen Möblierung sind auch bauliche Anpassungen nötig: die Isolation des Raumes, die Sanierung der Südfassade, der Einbau isolierter Fenster sowie die Installation der Heizungs-, Strom-, Wasser- und Multimediaanschlüsse.

Gesamtkosten von 55 760 Franken

Der Kulturpunkt rechnet mit Ausbaukosten im Gesamtbetrag von 55 760 Franken. Obwohl an allen Ecken und Enden gespart werde, wie Ananda Geissberger versichert. Neben viel ehrenamtlicher Manpower, die eingebracht werde, habe man sich beispielsweise für den Einbau einer Secondhand-Küche entschieden.

22 000 Franken seien bereits zugesichert. Nebst dem Beitrag von 10 000 Franken aus dem Lotteriefonds des Kantons, beteilige sich die Gemeinde Flawil mit 10 000 Franken, weitere 2000 Franken steure das lokale Gewerbe bei, sagt Geissberger. Mit weiteren 10 000 Franken beziffert er die einzubringende Eigenleistung. Die fehlenden 23 760 Franken will der Kulturpunkt mit einer Crowdfunding-Kampagne beschaffen. Diese startete am 11. November läuft noch bis Ende dieses Jahres. Der aktuelle Stand: 12 700 Franken.

Und wenn das Geld nicht zusammenkommt? «Die 23 760 Franken brauchen wir – nebst den zugesicherten Beträgen – für die komplette Fertigstellung des Kulturpunkts. Sprich: für die Ausführung aller geplanten Arbeiten», konkretisiert Ananda Geissberger. «18 000 Franken aus der Crowdfunding-Aktion reichen, wenn wir den multifunktionalen Raum realisieren und ausstatten wollen.» Mit den bereits zugesagten 12 700 Franken sei zumindest die Inbetriebnahme des Raums garantiert. «Das Minimum ist also erreicht», so Geissberger. Für das Team um die Kulturpunktverantwortlichen ist dies gleichsam das Startsignal für den Auftakt der Bauarbeiten. Bereits wurde mit dem Schleifen der Balken begonnen. Noch vier Veranstaltungen werden bis zur Winterpause durchgeführt. Dann intensiv gebaut. Geissberger rechnet damit, dass der Umbau zur Wiedereröffnung am 19. Januar abgeschlossen sein wird.


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