Tagblatt Online, 27. August 2010 01:04:50
Therapie – und dann?
Du bist lädiert, hast schwere Schmerzen,
magst nicht mehr mit den Freunden scherzen,
deine Arbeit, deine Pflichten
musst du nach dem Umstand richten,
der nicht mehr der Sache dient,
im Gegenteil, das Feld vermint.
Und so ist es unvermeidlich,
ja nachgerade unausweichlich,
den Schluss aus alledem zu ziehn:
es geht nicht ohne Therapien.
Physiotherapie zuerst,
die Muskeln du ganz leicht beschwerst.
Dann Colonhydrotherapie
reinigt den Darm, sauber wie nie!
Maltherapie liegt auf der Hand,
als Paar dient das dem «Mitenand».
Farbe, Gespräch und auch das Licht
verfehlen ihre Wirkung nicht.
Therapie, kraniosakral,
mit Hyperthermie ist's ideal.
Bewegungs-, Verhaltens- und Schlaftherapie:
Das Angebot für ihn und sie.
Und wenn Neurosen uns erfreuten,
gehn wir zum Psychotherapeuten.
Für jeden etwas, das die Devise.
Doch fühlt man sich trotzdem noch miese,
macht man am besten eine Pause
mit sich allein bei sich zu Hause.
Dann kann man der Ruhe pflegen
Und einfach nichts tun – welch ein Segen.
De Gallestei.
Der Flawiler Kolumnist und Autor Rolf Bollinger alias Dr. Gallestei schreibt jeden Freitag in der Grossauflage der Wiler Zeitung.
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