Keine Einsprachen gegen Grossantenne

REGION ⋅ Die SBB können das Zugfunksystem zwischen Wil und Kaltbrunn aller Voraussicht nach erneuern. Während der Planauflage sind keine Einsprachen eingegangen. Der höchste Mast kommt in Bazenheid zu stehen.
29. September 2017, 05:18

27,4 Meter hoch ist der Mast, der bei der Weiche zum Anschlussgleis bei der Kehrichtverbrennungsanlage Bazenheid errichtet werden soll. Weitere, weniger hohe Antennen, sind in Bütschwil, Dietfurt, Lichtensteig und Wattwil geplant. Bei den beiden Portalen des Rickentunnels werden bestehende Masten zwar weiterverwendet, aber mit neuen Geräteschränken ergänzt. Dies alles ist nötig, weil die Swisscom das GSM-Netz Ende des Jahres 2020 ausser Betrieb setzt.

Neu wird auf GSM-R gesetzt. Das speziell für Eisenbahnen entwickelte Zugfunksystem, welches auf den Hauptstrecken bereits im Einsatz ist, dient der betrieblichen Kommunikation von und zum Zug. Bahnpassagiere können damit nicht telefonieren. Kostenpunkt für die Sanierung: 1,4 Millionen Franken.

Aus dem Tösstal hagelte es Einsprachen

In Kirchberg, Bütschwil-Ganterschwil, Wattwil und Uznach lagen die Pläne bis vor wenigen Tagen öffentlich auf. Es wurde versprochen, dass sämtliche Antennen die Grenzwerte der Verordnung des Bundes über die nicht ionisierenden Strahlen einhalten. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Definitiv grünes Licht gibt es aber noch nicht. Abzuwarten sind die Anhörungen des Kantons St. Gallen und der betroffenen Bundesfachstellen.

Dass es keine Einsprachen gegeben hat, ist nicht selbstverständlich. Neu geplante Antennen lösen bei vielen Menschen fast reflexartig Ängste aus. Bei Bahnfunkantennen ist es nicht anders. Vor gut drei Jahren wehrte sich die Gemeinde Bettwiesen, als nahe das Bahnhofs eine solche Antenne in Planung war. ­Dieses Jahr erhoben 62 Personen, Organisationen und Behörden laut dem «Landboten» Einsprache gegen die Erneuerung des Bahnfunknetzes zwischen Winterthur und Rüti. Dort sind 18 Funkmasten geplant. Die Einsprecher sehen Landschafts- oder Ortsbild in Gefahr. Vereinzelte fürchten auch eine hohe Strahlung der Antennen.

 

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch


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