Fast 50000 Franken für eine alte Goldmünze

WIL ⋅ Die Auktion bei Rapp in Wil hat am Dienstag mit einer kleinen Sensation begonnen: Ein Sammler zahlte für eine seltene Schweizer 20-Franken-Goldmünze weit mehr als die geschätzten 30000 Franken.
15. November 2017, 07:26

Sie war die erste grosse Überraschung zum Auktionsstart: eine 20-Franken-Goldmünze der Eidgenossenschaft aus dem Jahr 1871. Sie wechselte für 46360 Franken den Besitzer. Sie ist die erste Goldmünze überhaupt, die von der Eidgenossenschaft geprägt wurde. Diese seltene Probe, die von Edouard Durussel gemacht wurde, wurde später nicht in grösseren Auflagen geprägt. Heute seien diese Münzen deshalb besonders rar, sagte Geschäftsführerin Marianne Rapp Ohmann, die mit einem Verkaufspreis um die 30000 Franken rechnete. Sie bezeichnet die als «Durussell-Probe» in die Geschichte eingegangene Münze als Vorläuferin des Goldvrenelis.

Für die rund 380 Lose mit Münzen, Medaillen, Banknoten, Aktien und Orden wurden 2,8 Millionen Franken bezahlt. «Der Verkaufsumsatz liegt deutlich über unseren Erwartungen», sagte Marianne Rapp Ohmann. Für Furore gesorgt haben überraschend vor allem zwei Lose mit Banknoten-Raritäten. Eine Sammlung mit rund 3200 Banknoten aus der ganzen Welt vorwiegend ab 1945 (ohne Schweizer Wertpapiere) erzielte 63440 Franken und wird von einem Saalbieter nach Estland mitgenommen; der Schätzwert lag bei gegen 20000 Franken. Das andere Los mit einigen hundert Banknoten aus der Zeit zwischen 1912 und 1944 aus aller Welt brachte es auf 48800 Franken; ein Telefonbieter aus Tschechien erhielt den Zuschlag.

Gestern Abend begann die mit Spannung erwartete erste Uhren- und Schmuckauktion bei Rapp, die von Marianne Rapp Ohmann geführt wird. Heute und morgen versteigert Auktionator Peter Rapp Briefmarken aus aller Welt im Wert von mehreren Millionen Franken. (pd/red)


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