Ein Lastwagen für afrikanische Kaffeebauern

WIL ⋅ Für die Finanzierung eines Lastwagens hat die Entwicklungsorganisation Miva eine Crowdfunding-Kampagne lanciert. Das Fahrzeug soll die Lebensbedingungen von über 1800 Kleinbauern im Ostkongo verbessern.
02. Dezember 2017, 08:59

In der Demokratischen Republik Kongo kämpfen Kaffeebauern täglich um ihre Existenz. Durch die Kriegswirren der vergangenen Jahre wurde der Kaffeeexport stark geschwächt. Heute transportieren Bauern ihre Ernte zu Fuss oder mit dem Motorrad. Dadurch kommen nur 10 Prozent der Ernte in die Waschanlage. Die restliche Ernte muss lokal zu Spottpreisen verkauft werden. Ausgesprochene Spitzenkaffees aus der Provinz Kivu sind dadurch selten geworden. Deswegen unterstützt die ortsansässige Kaffeekooperative die Produktion und Vermarktung von hochwertigem Kaffee im Bezirk Kalehe. Doch für die Logistik bedarf es dringend einen Lastwagen.

Die Kaffeekooperative zählt 1881 Mitglieder. Die meisten Kleinbauern leben in sehr armen Verhältnissen. Mit einem Lastwagen könnten grössere Mengen an Kaffee transportiert werden. Damit erhalten Kaffeebauern ein höheres und faires Einkommen. Sie können ihren Familien den Zugang zu Gesundheit und Bildung ermöglichen – insgesamt würden über 13000 Kongolesen profitieren. Für die Beschaffung des Lastwagens sucht die Entwicklungsorganisation Miva Unterstützung. Mittels Crowd-funding sollen 18000 Franken über die Spendenplattform Letshelp.ch gesammelt werden. Es ist das erste Mal, dass Miva via Crowdfunding Geld sammelt. Bis Ende November wurden 2960 Franken gesammelt. Die Kampagne läuft unter dem Slogan «Ein Lastwagen für 1.881 mal Glück» und endet am 31. Dezember. (red)


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