Anzeichen sprechen für Tochter als Täterin

UZWIL ⋅ Auslöser der Brandstiftung an einem Haus an der Erlenstrasse könnte ein Streit in der Familie sein.
03. Oktober 2017, 05:17

Eine 49-jährige Frau setzte am vergangenen Samstag die Hintertüre eines Mehrfamilienhauses in Uzwil in Brand (Ausgabe von gestern). Aufgrund von Hinweisen aus der Nachbarschaft konnte eine Tatverdächtige wenige Stunden später im Kanton Graubünden verhaftet und an die Kantonspolizei St. Gallen überstellt werden. Seither fragt man sich nicht nur in der Nachbarschaft: Wer ist diese Frau, was war ihr Motiv? «Wir können noch nichts Näheres sagen», sagte ein Polizeisprecher gestern auf Anfrage. Vieles deutet aber darauf hin, dass es sich bei der mutmasslichen Täterin um eine Tochter der allein im Haus lebenden Frau handelt. Bestätigen will das die Polizei allerdings nicht. Auch nicht, ob ein Familienstreit zur Tat geführt hat. Einiges scheint dafür zu sprechen. Allein der Umstand, wie der Brand gelegt worden war, deutet nicht auf eine wohlüberlegte Brandstiftung hin. Denn die mit einer brennbaren Substanz angezündete Türe ist gar nicht brennbar. Vielmehr ist anzunehmen, dass es sich bei der Tat um einen Einschüchterungsversuch aus Verärgerung oder um einen Akt der Verzweiflung gehandelt hat. (hs)


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