Reimann und Glarner füllen den Wiler Turmsaal

An einem Forum referierten am Freitag die beiden SVP-Politiker zu Sicherheit, Islamisierung und dem Asylwesen.
10. Oktober 2016, 02:40
Christoph Heer

Als Erfolg wertet die SVP die erste Durchführung des Fürstenland Forums. So betonte SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der sein Heimspiel genoss, dass es ihn freut, den Turmsaal beim Wiler Feuerwehrdepot wieder einmal gut gefüllt zu erleben. «Wil war schon immer ein hervorragender Tagungsort der SVP», sagte er eingangs seiner Rede.

Mit seinen Statements zu aktuellen politischen Themen erntete er – wie später auch Nationalrat Andreas Glarner – immer wieder Applaus. Über die Erhaltung des Volksrechtes und der direkten Demokratie sinnierte er ebenso wie über die Mehrheit des Parlamentes, welches die Schweiz in seinen Augen schon längst an Brüssel und die Europäische Union verkauft habe. «126 Nationalräte halten sich nicht an ihren bei Amtsantritt geleisteten Eid. Politiker, welche das Volk nicht respektieren, verdienen auch keine Unterstützung seitens des Volkes. Wenn unsere Demokratie missachtet wird, sollen und müssen unsere sechs Millionen Stimmberechtigten für ihr Recht kämpfen.»

Glarner befürchtet höhere Steuerfüsse für alle

Nachdem die beiden St. Galler SVP-Kantonsräte Bruno Dudli und Toni Thoma ihre Sicht der Dinge erläutert hatten, war das Wort bei Glarner, der auch Gemeindepräsident der aargauischen Gemeinde Oberwil-Lieli ist. Er sprach davon, dass es alle Gemeinden früher oder später treffen wird. «Bis in fünf Jahren werden alle höhere Steuerfüsse haben. Hört auf, Wohnungen an Asylanten zu vergeben. Die Ausgaben im Asylbereich sind eindeutig zu hoch.»

Gleichzeitig betonte Glarner, dass er nicht gegen die «richtigen» Flüchtlinge ankämpfe, sondern gegen die Tausenden von Migranten, welche ein besseres Leben in der Schweiz suchen. In seiner Gemeinde leben keine Asylsuchenden. «Ich selber war in Griechenland und der Türkei. Meine Gemeinde wird dort Hand bieten, wo es finanzielle Unterstützung braucht, nämlich vor Ort.» Man werde bald von Oberwil-Lieli hören, versprach er.


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