Die «Alliglattohren» sind los

FLAWIL. Für die diesjährige Fasnacht machten sich zwei Flawiler auf und gründeten eine neue Schnitzelbank. Die «Alliglattohren» treten bereits morgen das erste Mal im Restaurant Ochsen öffentlich auf.
05. Februar 2010, 01:03
Bernard Marks

Etwas merkwürdig mutet die Szenerie an, als die zwei grünen Alligatoren bei Schneeregen über die Brücke über die Glatt laufen. Dabei haben diese sonderbaren Gestalten einen Gitarrenkoffer, ein Hackbrett und jede Menge lustige Ideen, wie sie die Flawiler Fasnacht 2010 so richtig aufmischen können. Die «Alliglattohren» treten am Schmutzigen Donnerstag mit ihrem lustigen Kostüm und markanten Sprüchen an der Flawiler Beizenfasnacht auf.

Die neue Flawiler Schnitzelbank kann man aber schon morgen das erste Mal bei der Premiere ihres Programms um 20.30 Uhr exklusiv im Restaurant Ochsen sehen und erleben.

Ein Traum wird wahr

«Es war schon immer mein Traum, eine Schnitzelbank zu gründen», sagt Tobias Fischer im Gespräch mit der Wiler Zeitung.

Bereits sein Vater Hans-Ruedi Fischer war in seinen jungen Jahren in Flawil ein bekannter Fasnächtler, der anlässlich der Verleihung der «Chratzbörschte» die Laudatio lass und in der Schnitzelbank «Nörgeli» aktiv war. Bei einem Treffen sprach Tobias Fischer Christoph Ackermann an und berichtete über sein Vorhaben. Ackermann war sofort begeistert und sagte zu. Am nächsten Abend fand bereits das erste konspirative Treffen der beiden angehenden Schnitzelbänkler statt. Dann ging alles sehr schnell.

Keine Krokodile, sondern …

Zunächst musste ein passender Name gefunden werden. Die Wahl des Namens war zwar nicht einfach, aber das Wortspiel «Alli-Glatt-Ohren» passte zu Flawil. Der bekannte Hit «See you later Alligator», fand ebenfalls schnell gefallen bei den neuen Flawiler Schnitzelbänklern. Denn mit seinen sechs Zeilen und der eingängigen Melodie bietet sich das Lied geradezu perfekt für eine Schnitzelbank an. «Nach sechs Zeilen muss die Pointe kommen», erklärt Christoph Ackermann.

Wie zum Beispiel in der ersten von rund 24 Strophen: «Mir zwei sind d'Alliglattohren, tüend da Glatt no üsi Pflicht: Mir beobachtet eu alli, und kened drum fascht jedi Gschicht. Di beschte müemer jetzt verzele, will sone Schnore hebt nöd dicht.»

Keine Konkurrenz

Eigens für das Projekt Schnitzelbank liessen sich die beiden Flawiler ein Kostüm schneidern. Grün-gelbe Alligatoren mit Hosen in den Farben des Flawiler Wappens wurden genäht.

Allein die beiden Kostüme ergeben ein lustiges Bild, das an der Fasnacht sicherlich für Aufsehen sorgen wird. Zu der langjährigen Flawiler Schnitzelbank «Brääzeli» gesellt sich also heuer mit den zwei bunte «Alliglattohren» eine weitere hinzu. «Wir verstehen uns aber eher als Ergänzung und nicht als Konkurrenz», sagt Tobias Fischer. Es sollte seiner Meinung nach noch mehr Schnitzelbänke in Flawil geben.

Wer also hören will, was die Klimakonferenz mit den Velopumpen bei Velo-Ebneter zu tun hat oder die Frauengeschichten Tiger Woods mit Armin Dober bei Schochs, ist morgen zu den «Alliglattohren» herzlich eingeladen.


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