«Unsichtbare» Gestalten aufgepasst

REGION ⋅ In der Winterzeit geschehen aufgrund der Dunkelheit deutlich mehr Unfälle. Helle Kleidung und reflektierende Elemente sollten laut TCS und Polizei präventiv eingesetzt werden.
30. November 2017, 07:03
Mengia Albertin

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

«In der Dämmerung und in der Nacht ist das Unfallrisiko dreimal höher als am Tag. Bei nächtlichem Regen, Schnee oder Gegenlicht steigt es bis auf das Zehnfache», schreibt der Touring-Club Schweiz TCS in seiner neuen Kampagne «Made Visible». In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU wirbt der TCS für eine Palette an «trendigen Accessoires und Kleidungsstücken» zur Prävention. Dass in der Winterzeit aufgrund der Dunkelheit mehr Unfälle ge­schehen, bestätigt der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Florian Schneider. Besonders Fussgänger seien im Dunkeln schlecht erkennbar. Zur Dunkelheit kommt nämlich die Tatsache dazu, dass Winter­kleidung oftmals in Dunkelgrün, Dunkelblau oder gar Schwarz daherkommt. «Für einen Autofahrer ist so ein Fussgänger dann kaum erkennbar», sagt Schneider.

TCS wie auch Kantonspolizei empfehlen Fussgängern und Velofahrern, sich sichtbar zu machen. «Tragen Sie auffällige Kleidung, bei Gelegenheit sogar eine Leuchtweste», so Florian Schneider auf Anfrage gegenüber dem W&O. Eine andere Möglichkeit sind ­Reflektorstreifen an Armen und Beinen. Beim Überqueren der Strasse sei besondere Vorsicht geboten – auch tagsüber. Autofahrer sollten doppelt vorsichtig sein und besser zweimal hinschauen. «Made Visible» macht die Wichtigkeit der Sichtbarkeit mit Beispielen deutlich: Dunkel gekleidete Personen erkennt man erst auf 25 Meter Entfernung, helle Kleidung und Signal- oder Neonfarben verbessern die Sichtbarkeit bereits auf 40 Meter, reflektierende Elemente sogar auf 140 Meter.

Viele haben ein Licht mit leerer Batterie

«Fahrzeugbesitzer sollten im Hinblick auf die kommende Zeit ihre Lichter kontrollieren. Denn es ist dunkel, wenn man am Morgen das Haus verlässt und wenn man am Abend zurückkommt», so Schneider. Ein Problem sei zum Beispiel, dass viele Velos zwar Licht hätten, die Batterie bei Bedarf dann aber leer ist.

Der TCS warb für seine Kam­pagne übrigens mit der Skater-Bulldogge Otto. Der Werbefilm war in diversen Kinos weltweit zu sehen und Hund Otto er­langte mit seinem aussergewöhnlichen Auftritt internationalen Star-­Status.


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