Die Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein ist auf Vormarsch

BUCHS ⋅ Die Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein hat ein erfreuliches Jahr hinter sich: Die Mitgliederzahl stieg von 394 auf 434, und die Betriebsrechnung schloss mit einer schwarzen 0, also 93 Franken im Plus.
06. Oktober 2017, 05:20
Reto Neurauter

Reto Neurauter

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In seiner ersten Präsidialansprache anlässlich der Mitgliederversammlung von gestern in der NTB Buchs berichtete Anton Gerner (Eschen), dass sich der Vorstand in einer Sondersitzung mit der Frage beschäftigt habe, wie es mit der ­Gesellschaft weitergehen soll, ob allenfalls Aufgaben neu überdacht und gar neu definiert werden müssten. «Dieser Fragen­katalog hat zu einer ausführlichen Diskussion über die Zukunfts­perspektiven geführt, die dann von einer Arbeitsgruppe bearbeitet wurden», so Gerner. Daraus seien erste Zielsetzungen für die Zukunft der Gesellschaft festgelegt, und vom Vorstand verabschiedet worden, so Gerner.

Er freue sich zudem, dass er ein persönliches Ziel für sein ­erstes Präsidialjahr bereits erfüllt sieht. «Mit Hilfe vieler Mitglieder konnte der Mitgliederbestand um die anvisierten 10 Prozent erhöht werden, von 394 auf 434», sagt der Präsident nicht ohne Stolz.

Gerner kritisiert mediale Kritik

Gerner erinnerte auch nochmals an den Zweck der Gesellschaft, der statutengemäss «die Pflege und Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Liechtenstein» beinhaltet, und das schon seit der Gründung am 23. Juni 1956 in Bern. Darum, findet Gerner, liege ein mediales Ereignis vom vergangenen August «völlig quer in der Landschaft». Der Vorstand distanziere sich deshalb «dezidiert» von den medialen Berichten, «welche die Beziehungen zwischen den beiden Ländern negativ dar­stellen und schlechtreden. Wir bedauern sehr, dass gewisse Journalisten sich nicht mehr Mühe machen, zu recherchieren, bevor sie unrichtige Behauptungen aufstellen.» Gerner hätte es als angemessen erachtet, diese Falschmeldungen im Nachgang zu korrigieren.

Drei Mitglieder zogen sich auf diese Versammlung aus ihrer Vorstandstätigkeit zurück. Christian Bösch (Thalwil) ge­hörte die letzten 20 Jahre dem Vorstand an und war Vizepräsident (2004–2006) und Präsident (2006–2008). Für ihn wird nun im Kanton Zürich ein Nachfolger gesucht.

Der Churer alt Stadtrat Roland Tremp gehörte seit 2007 dem Vorstand an. Sein Nachfolger seit einem Jahr ist Churs Stadtpräsident Urs Marti.

Und auch Aktuar Roger Meier (Mels) hatte bereits im August vergangenen Jahres sein Mandat niedergelegt, bleibt aber weiter im Vorstand. Sein Amt führt nun Josef Biedermann (Planken).

Der Kassier, Daniel Riederer (Schaan), hatte erfreuliche Zahlen. Zeigte die Ertragsrechnung im Vorjahr (April bis Ende März) noch ein Minus von 2006 Franken, schreibe man nun ein Plus von 93.16 Franken. Man habe wieder die entsprechenden Rückstellungen für den Kultur- und NTB-Förderpreis vornehmen können, so Riederer. «Fortgesetzt werden soll zudem auch die Schriftenreihe», so Gerner er­gänzend.

Veränderungen im ­Fachhochschulbereich

Im Anschluss referierte Rektor Lothar Ritter über Gegenwart und Zukunft der NTB. Die Interstaatliche Hochschule für Technik mit ihren Standorten Buchs, St. Gallen und Chur profitiere von einem regionalen Netzwerk aus Industrie, Forschung und Aus­bildung. Zukünftig sollen die Fachhochschulen St. Gallen, Buchs und Rapperswil unter einem Dach zusammengefasst werden, mit einem Rektorat. Ritter findet das gut, ist aber der Ansicht, dass sich jede Schule sozusagen als «Departement» etablieren kann, «damit wir die Budgethoheit im Hause behalten können».

Nach weiteren Ausführungen von Prorektor Andreas Ette­meyer über Forschung und Entwicklung an der NTB besichtigten die Versammlungsteilnehmer einzelne Institute. Danach traf man sich in der Mensa zum wohlverdienten Mittagessen.


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