Kantonaler Verband wahrt Kontinuität

FUSSBALL ⋅ 57 Vereinsvertreter trafen sich am Donnerstagabend zur 89. Delegiertenversammlung (DV) des kantonalen Fussballverbandes. Nach 13-jähriger Verbandstätigkeit wurde der abtretende Kassier und Vizepräsident Bruno Räss zum Ehrenmitglied gewählt.
30. September 2017, 05:19
Beat Lanzendorfer

Beat Lanzendorfer

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Buchs hiess der Versammlungsort des St. Galler Kantonal-Fussballverbandes, zu der Präsident Peter Witschi und seine sechs Vorstandskollegen am Donnerstag Vereins- und Verbandsvertreter sowie weitere Gäste zur 89. Delegiertenversammlung willkommen hiessen. Die Organisation des Anlasses hatte der örtliche Fussballclub übernommen, der 350 Mitglieder vereint, davon rund 250 Junioren, die sich auf 16 Mannschaften verteilen. Präsident Walter Schlegel stellte seinen Verein persönlich vor und berichtete erfreut vom erstmaligen Aufstieg der 1. Mannschaft im vergangenen Juni in die 2. Liga Interregional.

Die Willkommworte der Stadt, die rund 12000 Einwohner zählt, kamen von Stadtrat Heinz Rothenberger. Zu den zahlreichen Gästen im Saal gesellten sich die Präsidenten Josef Dürr, IG St. Galler Sportverbände, Stephan Häuselmann, Ostschweizer Fussballverband, und Stefan Hernandez vom Super-League-Verein FC St. Gallen 1879.

Zwei Jahresrechnungen zur Annahme unterbreitet

Im Jahre 2013 hiessen die Stimmberechtigten den Antrag gut, die Delegiertenversammlung nur noch alle zwei Jahre durchzuführen. Daher legten Präsident Peter Witschi sowie Kassier Bruno Räss jeweils zwei Jahresberichte und -rechnungen vor, die im Vorfeld schriftlich zugestellt worden sind und auf der Website des kantonalen Fussballverbandes im Detail nachgelesen werden können. In beiden Jahren resultierte jeweils ein kleiner Verlust im tiefen vierstelligen Bereich. Bis zur DV 2019, die im Raum Bodensee geplant ist, sieht das Budget eine schwarze Null vor.

Zu den wichtigsten Aufgaben des kantonalen Verbandes zählt die Nachwuchsförderung, der Schulfussball sowie die Verteilung von Sport-Toto-Geldern. Der Mitgliederbeitrag wird trotz eng kalkuliertem Budget bei 300 Franken belassen. Neu in der Vereinsstatistik geführt werden der FC Waldkirch-Bernhardzell 1997, der FC Bashkimi 99 aus Flums sowie Goldach und Rorschach nach dessen Fusion als FC Rorschach-Goldach.

«Nach seiner Pensionierung hat Peter noch mehr Zeit, sich für den Fussball einzusetzen.» Mit diesen Worten forderte der noch amtierende Vizepräsident Bruno Räss die Anwesenden auf, die Wiederwahl von Peter Witschi zum Vorsitzenden des Vorstandes zu bestätigen, was anschliessend eine reine Formsache war. Seit 2003 im Amt, ist der pensionierte Schulleiter Oberstufe noch immer mit Begeisterung bei der Sache.

Bestätigt wurden mit Ausnahme des demissionierenden Bruno Räss die übrigen Vorstandsmitglieder. Josef Dürr, Präsident der IG St. Galler Sportverbände, liess es sich im Anschluss nicht nehmen, die Verdienste von Bruno Räss zu würdigen. Nach 13 Jahren im Vorstand des St. Galler Kantonal-Fussballverbandes, davon zehn Jahre als Kassier und die vergangenen sieben zusätzlich noch Vizepräsident, wurde der Antrag auf Ehrenmitgliedschaft mit Applaus bestätigt. Zu dessen Nachfolger stellte sich Ralf Zwick vom FC Wittenbach zur Verfügung, der am 1. August die Leitung der kantonalen Finanzkontrolle übernommen hat und auf einen grossen Rucksack fachlicher Finanzkompetenz zugreifen kann.

Ehrungen durch den Ostschweizer Fussballverband

Weil auch der Ostschweizer Fussballverband seine Delegiertenversammlung im Zweijahresturnus durchführt, genossen die OFV-Spitzen Stephan Häuselmann und Martin Stadler bei den Kantonalen Gastrecht und würdigten Aufsteiger, Gruppensieger und die fairsten Vereine mit einem Matchball und einem Beitrag in die Vereinskasse. «Rund 40000 Franken kommen so den Vereinen zugute», erklärte Stephan Häuselmann». Zu den Geehrten zählt der gastgebende FC Buchs mit dem Aufstieg in die 2. Liga Interregional. Erwähnenswert der SC Bronschhofen, der die Fairnesswertung in der 2. und 4. Liga gewonnen hat und auch bei den Senioren (30+ Regional) und C-Junioren Spitzenplätze einnimmt.

Eingeladen in den Saal des Oberstufenzentrums Flös war auch Stefan Hernandez, Präsident des FC St. Gallen 1879. Ihm war es ein Anliegen, sich den Anwesenden näher vorzustellen. Dazu beantwortete er Fragen von Medienchef Daniel Last und solche aus dem Publikum. Trotz medialer Dauerpräsenz, bedingt durch die umstrittene personelle Umstrukturierung der Superligisten, hielten sich die Fragenden mit Schelte zurück, was auf den sportlichen Höhenflug zurückzuführen ist, auf dem sich die Espen zurzeit befinden.


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