Formatstarke Geissen beurteilt

WILDHAUS ⋅ Eine Handvoll Bündner Strahlengeissen und eine respektable Zahl Toggenburger Geissen wurden durch den Experten Markus Gämperle beurteilt. Er stellte den Züchtern ein gutes Zeugnis aus.
07. Oktober 2017, 09:31

Während auf dem Viehschauplatz gestern ein vielstimmiges Muh zu hören war, prägte den Platz für die Geissen der strenge Geruch der Böcke. Die beiden «Herren» der Toggenburger Rasse zeigten ihre Präsenz auf die bei den Ziegenböcken übliche Art an. Mit von der Partie auch 20 weibliche Toggenburger Geissen, aufgeteilt in verschiedene Altersklassen, und fünf Tiere der Rasse Bündner Strahlengeissen.

Experte Markus Gämperle aus Libingen war erstmals in Wildhaus im Einsatz. «Ich darf hier sehr korrekte, teilweise fundamentstarke Tiere mit korrekten Eutern beurteilen», so sein Fazit. Insgesamt werde von den Züchtern hervorragende Arbeit geleistet. «Allerdings gibt es wie überall bei den Toggenburger Geissen beim Fundament noch Verbesserungspotenzial.»

Gemäss Ziegenzuchtverband ist die Toggenburger Geiss, nebst der Saanen und der Gemsfarbigen Gebirgsziege, eine der drei Hauptrassen der Schweiz. Die bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannte Rasse stammt ­ursprünglich aus dem Kanton St. Gallen. Heute ist sie dank ihrer guten Milchleistung, die durchschnittlich 700 Kilogramm und mehr beträgt, und der guten Anpassungsfähigkeit nicht nur in weiten Teilen der Schweiz anzutreffen, sondern auch in Mitteleuropa und Nordamerika.

Melchior Webers Geiss gewinnt bei den Älteren

Lobende Worte gab es auch für die Bündner Strahlengeissen. Diese Rasse hat ihren Ursprung, wie der Name sagt, im Kanton Graubünden und ist wegen des tiefen Bestandes gefährdet. Ihre Milchleistung ist im Vergleich zu den Hauptrassen eher bescheiden, wird aber auch unter härtesten Umweltbedingungen erbracht. Besitzer Werner Schmid und Sohn Arno waren zufrieden mit der Beurteilung.

Bei den Toggenburger Geissen ging der Sieg der Abteilung Ältere an Melchior Weber, bei den Zweit- und Drittmelk an Bernhard Wenk, bei den Erstmelk an Bruno Götte und auch bei den Gitzi holte sich Bruno Götte den Abteilungssieg.

 

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch


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