Auf einem neuen Weg zum «Chez Fritz»-Hochhaus

BUCHS ⋅ Die Entwickler des «Chez Fritz»-Hochhauses lancieren auf der Grundlage des neuen Bau- und Planungsgesetzes das Bauvorhaben nochmals.
06. Oktober 2017, 18:03
Hanspeter Thurnherr
  hanspeter.thurnherr@wundo.ch  

Am 5. Juni 2016 befürwortete die Stimmbürgerschaft der Stadt Buchs die Vorlage des Teilzonenplanes «Chez Fritz». Dieser Entscheid war nötig, damit dort das Hochhaus erstellt werden kann. Gegen den Gestaltungsplan dieses Projektes wurde jedoch beim kantonalen Baudepartement Rekurs eingereicht. Und weil die Rekurrenten signalisierten, das Rechtsmittelverfahren notfalls bis vor Bundesgericht zu ziehen, «könnte es noch Jahre bis zu einem Entscheid dauern und je nach Ausgang eine Neuplanung drohen», verdeutlichte Sven Bradke, Mediensprecher der Bauherrschaft HRS Real Estate AG.

Inzwischen hat der Kanton St. Gallen ein neues Bau- und ­Planungsgesetz erlassen, das am 1. Oktober in Kraft trat. Dieses ermöglicht unter anderem «Schwerpunktzonen» für Hochhäuser zu erlassen. Die Baugesellschaft ­Hotel Bahnhof Buchs als Grundeigentümerin und die Bauherrschaft entschieden sich deshalb für eine «Sistierung des Rechtsmittelverfahrens» sowie für eine Neulancierung des Bauvorhabens «Hochhaus Chez Fritz» nach dem neuen Planungs- und Baurecht. Die Grundeigentümerin reichte deshalb vor zwei Wochen beim Stadtrat Buchs ein Gesuch zur Schaffung der nötigen raumplanerischen Grundlagen ein. Im Planungsgesuch wird der Rat aufgefordert, eine «Schwerpunktzone» für ein Hochhaus auf dem «Chez-Fritz-Areal» vorzusehen. 

Von Wirtschaft Buchs und jenen politischen Parteien, welche schon zur Teilzonenplanänderung Ja sagten, wird für den neuen Weg wiederum Unterstützung ­signalisiert, wie zwei Vertreter gestern bei der Vorstellung der neuen Vorgehensweise bestätigten. Dabei sind sich alle Beteiligten bewusst, dass mit dem neuen Recht wieder Einsprachen gegen Nutzungspläne, fakultatives Referendum und weiterführende Rechtsmittel möglich sind.

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