Armer, einsamer Raucher?

REGION ⋅ Auch Passivrauchen ist schädlich. Im ÖV, in Restaurants, den meisten Bars und ­geschlossenen Arbeitsräumen gilt bereits ein Rauchverbot. Weitere Verbote sind angedacht.
29. November 2017, 05:20
Ursula Wegstein

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Nicht erst seit gestern wird das Rauchen in der Öffentlichkeit mehr und mehr eingeschränkt. Mit dem Fahrplanwechsel im ­Dezember 2005 kam das allgemeine Rauchverbot in Zügen, Bussen und auf Schiffen. Seit Mai 2010 darf auch in den meisten Restaurants und Bars sowie in geschlossenen Arbeitsräumen nicht mehr geraucht werden.

Aktuell denkt man über weitere Einschränkungen des Rauchens im Freien wie beispiels­weise auf Spielplätzen oder in Bahnhöfen nach. Laut SBB ist die Raucherregelung an den Bahnhöfen ein konstantes Thema bei den Kundenanfragen. Auch die Kosten für die Beseitigung von Zigarettenkippen auf den Gleisanlagen sind nicht unerheblich. Sie werden von der SBB mit jährlich etwa 3 Millionen Franken beziffert.

Rauchverbot im Freien erscheint als Bevormundung

Die W&O-Redaktion wollte wissen, was Nichtraucher und Raucher davon halten und hat am Bahnhof Buchs und auf Facebook nachgefragt: Soll das Rauchen in der Öffentlichkeit eingeschränkt werden? Ist das ein Eingriff in Ihre persönliche Freiheit? Oder braucht es solche Regeln? Wie ­tolerant oder wie restriktiv sollte die Gesellschaft Ihrer Meinung nach sein?

Die geplante Einschränkung des Rauchens im Freien hat sowohl aufseiten der Raucher als auch aufseiten der Nichtraucher vielfach für Kopfschütteln und Unverständnis gesorgt.

Viele empfinden das als Bevormundung. Andere plädieren für Raucherzonen. Der Stadtrat Buchs sieht keinen Bedarf, das Rauchen in der Öffentlichkeit einzuschränken. Die Kosten für die Beseitigung von Zigarettenstummeln lassen sich gemäss Stadtpräsident Daniel Gut nicht gesondert beziffern.3


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