Kammermusik als Erlebnis

Vergangene Woche spielten in der evangelischen Kirche 15 Jugendliche Werke von Bach und Mozart. Sie reisten aus Berlin für ihr Sommercamp an.
05. August 2016, 02:40

ALT ST. JOHANN. Seit früher Jugend pflegt der Berliner Philipp Douvier sowohl zur Kammermusik als auch zum obersten Toggenburg eine tiefe Beziehung. Was er als kleiner Knirps dereinst erfuhr, pflegt der arrivierte Musiker, unterstützt von seiner Frau Christine, weiterzugeben.

15 Berliner kamen

Dem Aufruf «Erlebnis Kammermusik» sind in der vergangenen Woche erneut 15 Berliner Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren gefolgt. Auf der zehnstündigen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln hatten Mädchen und Burschen Gelegenheit, sich näher kennenzulernen, denn die Truppe kam – bereits zum vierten Mal in Folge – aufgrund von Ausschreibungen zustande.

Grösseres Publikum gegönnt

Stundenlanges Zusammenspiel im Lagerhaus Herrenwald und auf der Alp Sellamatt fiel den jungen Streichern wohl um einiges leichter als das alleinige mühsame Üben daheim. Wie sehr es zwischen den Akteuren «gefunkt» hat, kam am Samstagabend bei einem zu Herzen gehenden Konzert in der evangelischen Kirche Alt St. Johann zum Ausdruck. Da erklangen, von wechselnden Formationen vorgetragen, Werke von Bach, Mozart, Schubert und anderen Meistern. Eigentlich hätte man den Mitwirkenden ein grösseres Publikum gegönnt; wer dabei sein durfte, liess sich begeistert in den Sommerabend hinein begleiten. Die grossstädtischen Flachlandseelen wurden während der zehn Lagertage nicht nur eine verschworene Musikergemeinschaft; sie fanden auch Zeit und Musse, die Umgebung touristisch zu geniessen: Als alpine Meisterleistung darf ihr Aufstieg zum Sonnenaufgang auf den Hinterrugg gerühmt werden. (pd)


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