Tagblatt Online, 13. August 2009 01:03:19
Hockeyanerinnen siegen im Cup
Die Damen des UHC Neckertal waren gleich nach der Sommerpause gefordert. Im Cup gewann der Verein in St. Peterzell mit 6:5 gegen den TSV Fortitudo Gossau.
Unihockey. Der UHC Neckertal nahm gleich zu Beginn des Spiels das Zepter in die Hand. Die Gastgeberinnen waren mehrheitlich im Ballbesitz, meist weit weg vom eigenen Tor. Zählbares schaute vorerst aber nicht heraus: die Abschlüsse waren selten und zu wenig präzise. So kam es wie so oft – nach sechs Minuten erzielte das Gossauer Duo Bleiker/Germann den ersten Treffer. Dadurch liessen sich die Neckertalerinnen nicht besonders beeindrucken. Es wurde munter weiter gespielt. Doch das Spiel wurde je länger je ausgeglichener.
Nach 13 Minuten hätte Stephanie Hochreutener mittels Penalty die Chance zum Ausgleich gehabt, vergab diesen aber. Chancen erarbeitete man sich weiter, wenn auch etwas umständlich. Kurz vor der Drittelspause aber die Lehrstunde in Sachen Effizienz. Andrea Ludwig gleicht zum 1:1 aus. Darauf folgte die Diskussion, ob sich der Wechsel vor der Pause noch lohne – es hat sich gelohnt. Hochreutener korrigierte ihren Lapsus vom Penalty und brachte den UHCN mit 3:1 in Front.
Von 4:1 zum 4:4
Der UHC Neckertal legte nach der Pause nochmals einen Gang zu, dominierte klar und erhöhte durch Martina Raschle gar auf 4:1. Es vergingen ganze sechs Minuten bis Carmen Seelhofer im Tor den ersten Ball berührte – im Nachschuss blieb sie chancenlos. Mit diesem Gegentreffer schien der Faden irgendwie gerissen. Viel Konstruktives wurde von den Einheimischen nicht mehr geboten, die Gäste nahmen jetzt die Ruder in die Hand.
Immer wieder kombinierten sie sich durch das Feld hindurch und tauchten gefährlich vor dem Neckertaler Tor auf – zweimal waren die Abschlüsse erfolgreich. Nach zwei Dritteln war somit wieder alles offen: 4:4 entsprach absolut dem Spielverlauf.
Ludwig mit Doppelschlag
Zu Beginn des dritten Abschnitts konnten beide Teams nicht mittels Chancenauswertung überzeugen. Beim offenen Schlagabtausch hätten einfach Tore en masse fallen müssen.
Wenn es nicht die Spielerinnen durch das eigene Unvermögen (oder war es die Nervosität?) verpassten, so verhinderten die hervorragenden Torhüterinnen auf beiden Seiten weitere Treffer. Trotzdem musste Yvonne Rutz nach einem Abstimmungsproblem bei einem Gossauer Freistoss hinter sich greifen – der UHC Neckertal lag wieder in Rücklage. Es dauerte aber nochmals sechs Minuten bis Ludwig ausglich und nach weiteren fünf Minuten sogar das «Game Winning Goal» erzielte.
Das Time-Out der Fürstenländerinnen war die logische Folge auf den Rückstand, gab aber auch den Neckertalerinnen Gelegenheit, nochmals durchzuschnaufen und sich auf die schwere Aufgabe der letzten fünf Minuten vorzubereiten. Die Gastgeberinnen agierten nun extrem defensiv. Vorsprung verwalten war angesagt, weshalb sich der Ball von da an fast nur noch hinter dem Neckertaler Tor befand. Die Taktik war riskant aber erfolgreich. Gossau konnte keine nennenswerten Chancen mehr erarbeiten.
In der nächsten Runde treffen die Neckertalerinnen zu Hause auf den UHC Steckborn. Die Thurgauerinnen dominierten letzte Saison ihre Gruppe in der 2. Liga und sind in die 1. Liga aufgestiegen. Das Spiel muss bis am 27. September ausgetragen werden.
Knappes Kader der Damen
Trainer Matthias Seelhofer konnte im Cupspiel mit drei Blöcken und zwei Torhüterinnen auf eine ideale Teamgrösse zurückgreifen. Allerdings gelang dies nur mit Hilfe der Juniorinnen. Die Damen verfügen zurzeit über ein knappes Kader, weshalb sich der Trainer noch das eine oder andere Neumitglied wünscht. (ms)
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