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Tagblatt Online, 06. August 2010 01:01:11

Weltpremiere für den «Spritzgong»

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Der Spritzgong: Besonders bei den Jüngsten kommt das Instrument gut an. (Bild: Bilder: rfo)

Mit einem «Klangtag» in der Badi Unterwasser brachte die KlangWelt Toggenburg das Wasser zum Tönen. Vor allem Kinder probierten die verschiedenen Instrumente im 23 Grad warmen Wasser aus. Dabei feierte der «Spritzgong» von Hansheiri Haas aus Wildhaus seine Weltpremiere.

Unterwasser. «Die Gongs hab' ich aus dem Brockenhaus», erklärt Haas, einer der zwölf Klangbegleiter der Klangwelt Toggenburg. Er hat sie in einem bunten Gestell neben- und übereinander aufgehängt, und nun dürfen die Kinder mit Spritzpistolen und Schläuchen darauf halten. Die entstehenden Töne sind ungewöhnlich und neu. «Darf ich denn trotzdem schwimmen gehen?», fragt eine ältere Besucherin Badmeister Hansueli Brägger.

Sie darf natürlich, der Eintritt in einer der ältesten Badis der Schweiz ist heute frei – und sie lauscht neugierig den Klängen, die aus hölzernen Schalen, Kochtöpfen, Eisen- und Kunststoffrohren, Schellen und Glocken herausgeholt werden.

«Wasser-Alphorn»

Brägger selbst entpuppt sich als Meister des «Wasser-Alphorns»: Aus voller Lunge pustet er in ein Rohr, an dessen unterem Ende eine Giesskanne befestigt ist, die ins Wasser getaucht wird. Der dabei entstehende Klang erinnert tatsächlich an das alpenländische Traditions-Instrument.

«Lustig», lacht er.

«Wenn man den Leuten ein Instrument erklärt, interessieren sie sich viel mehr dafür und wollen es auch ausprobieren», meint Klangbegleiter Hansheiri Haas, der den Tag in der Badi zusammen mit der deutschen Physiotherapeutin Marianne Huber gestaltet. Er ist einer, der von Anfang an bei der 1993 von Peter Roth ins Leben gerufenen Klangwelt Toggenburg dabei ist.

Hunderte auf Klangweg geführt

«Die Nachfrage nach unseren Angeboten kommt so langsam in Fahrt», sagt Haas. Jeden Tag führen seine Kollegen Gäste über den Klangweg – «ein paar Hundert waren es in den Ferien» –, erteilen «Crashkurse» im Naturjodeln («Singen kommt sehr gut an!») und die Klangbegleiter sorgen so dafür, dass sich das Toggenburg einen Namen als «Klangdestination» macht.

«Goldene Klangtage»

Und während sich in der Badi Unterwasser mehr und mehr Besucher an den unterschiedlichen Klangkörpern versuchen, freut sich Hansheiri Haas schon auf die nächsten Aktivitäten: Bei «Klang im Pool» gibt es Jam-Sessions in den Hotels Hirschen und Säntis mit Walgesängen aus Unterwasser-Lautsprechern.

Die «Goldenen Klangtage» seien vor allem etwas für ältere Gäste und Höhepunkt der «Klangschmiede» wird eine spektakuläre Feuerorgel sein – die nächste grosse Premiere bei der Klangwelt Toggenburg. (rfo)





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