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Tagblatt Online, 17. August 2010 01:04:40

Präsident bleibt noch ein Jahr

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Tennishallen-Präsident Franz Bollhalder informierte an der GV darüber, dass das Anbauprojekt im Laufe des Sommers realisiert werden kann. (Bild: Bild: rfo)

UNTERWASSER. An der GV der Genossenschaft Tennis- und Squashanlagen Toggenburg gab Tennishallen-Präsident Franz Bollhalder bekannt, dass er trotz Rücktrittsgedanken für ein weiteres Jahr im Amt bleibt. Grund dafür ist der geplante 750 000 Franken teure Anbau bei den Tennishallen Unterwasser.

«Die neuen Tennis- und Squashanlagen in Unterwasser tragen zur Steigerung der Attraktivität der Region Toggenburg bei.» Fünfzehn Jahre alt ist diese Aussage, die Präsident Franz Bollhalder auf der Generalversammlung der Genossenschaft zitierte. Damit das so bleibt, erklärte er, trotz seiner Rücktrittsabsicht noch ein Jahr länger im Amt bleiben zu wollen.

Nach der Errichtung eines Anbaus an der Westseite stehen nämlich der 750 000 Franken teure Bau von WC-Anlagen, Duschen und Nebenräumen an. «Ein grosser Brocken», so Bollhalder. Und da wolle er nicht kneifen.

Leuenberger ist nicht Bollhalder

Gutgelaunt führte der Präsident durch die Versammlung, die von 33 Genossenschaftern im Restaurant Filzkugel besucht wurde.

Seine Amtsverlängerung verglich Franz Bollhalder mit dem Abgang von Bundesrat Moritz Leuenberger: «Der eine soll gehen, will aber nicht; ich wollte gehen, darf aber nicht.» Verwaltungsrat und Genossenschafter hätten «Druck» auf ihn ausgeübt, verrät er schmunzelnd. Also werde er noch ein Jahr dranhängen.

Es geht aber auch um einiges und nicht umsonst begrüsste er den Gemeindepräsidenten Rolf Züllig besonders herzlich: «Das werte ich als Interesse an den geplanten Um- und Ausbauten.

» Der Aufwand zur Instandhaltung der Tennishalle werde schliesslich nach fünfzehn Jahren nicht weniger.

Optimale Lösungen suchen

Der westseitige Anbau könne im Laufe dieses Sommers realisiert werden, berichtete Bollhalder. Einem Baukredit von 100 000 Franken hatte die letzte Generalversammlung zugestimmt, weitere 150 000 Franken bewilligte die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann im April als Gemeindebeitrag. «Dafür danke ich der Bürgerschaft», sagte der Präsident.

Die Entscheidung über den Anbau Süd für die künftige gemeinsame Nutzung von Tennishalle, Badi und Campingplatz hat der Gemeinderat auf die nächste Bürgerversammlung verschoben. «Er will das ganze Bedürfnis nochmals vertieft abklären und die optimale Lösung suchen», verkündete Bollhalder in seinem Geschäftsbericht. Das sei bei Kosten von 750 000 Franken auch verständlich. Man akzeptiere den gemeinderätlichen Entscheid, sagte er, es gehe ja schliesslich um öffentliche Gelder.

Sollten die Baumassnahmen im nächsten Jahr durchgeführt werden, könne er sich damit anfreunden und bleibe deswegen vorerst Präsident. «Obwohl man ja nicht jünger wird», schob er lächelnd nach und landete damit einen Satzball bei den erfreut applaudierenden Zuhörern.

Vermieterlös gesteigert

Auch die Erträge aus der Mehrzwecknutzung der Halle stimmten die Genossenschafter zufrieden: «Nicht jede Gemeinde verfügt über eine so tolle Halle», betonte Bollhalder.

Hallen-Manager Beat Frischknecht verwies auf elf Events, die einen Vermietungserlös von fast 50 000 Franken in die Kasse gespült hätten – darunter die Klang-Wellness-Tage und der Empfang für Doppel-Olympiasieger Simon Ammann. Auch bei den Tennis-Turnieren seien die Budget-Erwartungen übertroffen worden. «Das ist ein neuer Rekord», befand Aktuar Max Hagen und lobte das Engagement Frischknechts. «Wir wollten die Erträge aus dem Betrieb steigern und das ist ihm gelungen.

» Freilich sei eine weitere Steigerung unrealistisch – «nächstes Jahr kann unser Simi leider keine weiteren Olympia-Medaillen holen, die wir feiern könnten». Die bestehende Hypothek liess sich durch die Steigerung auf 190 000 Franken reduzieren, auf eine weitergehende Abzahlung wurde im Hinblick auf die Investitionskosten des Anbaus vorerst verzichtet: «Die Liquidität ist genügend.

» Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Entlastung und Budget wurden ohne Gegenstimmen verabschiedet, Beiträge zur allgemeinen Umfrage gab es keine, und so stand einem gemütlichen Abend mit Apéro und Gratiseintritt zu Andreas Thiels Auftritt im «Zeltainer» nichts mehr im Wege. (rfo)





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