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Tagblatt Online, 07. September 2010 01:01:19

Klinik und Heim erweitert und modernisiert

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Mehr Platz: Dolores Marbot, Leiterin des Tierheims mit einem ihrer Schützlinge im neuen Hundeauslauf. (Bild: Bilder: cbu)

NESSLAU. Die Tierklinik Nesslau und das angegliederte Tierheim hatten am Samstag Tür und Tor für ein interessiertes Publikum geöffnet – zu sehen gab es die neuen Räumlichkeiten. Und zu erfahren war viel Wissenswertes über Prävention, Operationen und Tierhaltung.

Die Entwicklung in der Kleintiermedizin ist rasant – was einst nur für Menschen möglich war, wird heute auch für Tiere eingesetzt: Seien es neue Hüftgelenke oder Chemotherapien. Herr und Frau Schweizer lassen sich ihre Tiere etwas kosten und wollen für ihre Lieblinge nur das Beste. Mit diesen Wünschen ist auch das Team der Tierklinik Nesslau konfrontiert.

Grosszügig erweitert

Seit 1970 bietet dieses seine Dienste an – früher als Einmannbetrieb, heute als Institution mit 23 Mitarbeitern. Eine Erweiterung der Klinik war als Idee schon länger da, nun wurde sie umgesetzt: hell, grosszügig und mit neuesten Gerätschaften ausgestattet, präsentiert sich die Tierklinik heute.

Zeitgeist und Bedürfnisse

Dass man damit nicht nur dem Zeitgeist, sondern auch den Bedürfnissen der Tierbesitzer entspricht, zeigten die äusserst zahlreich gekommenen Besucherinnen und Besucher.

Diese waren eingeladen, sich durch alle Räumlichkeiten hindurch zu bewegen und sich zu informieren. Wie geht man am besten gegen Parasiten wie Flöhe und Zecken vor? Wie entstehen Band- und Spulwürmer? Welches sind die Unterschiede von herkömmlichem zum digitalen Röntgen? Wie wird eine Operation geplant und durchgeführt? Wie werden Narkosen angewendet? Diese und viele weitere Fragen wurden vom Personal kompetent und mit viel Engagement beantwortet. «Das ist ja wie in der Humanmedizin», entfährt es einem Besucher.

Wer sich über die zahlreich angebotenen Hunde- und Katzenfutter informieren wollte, konnte dies bei den extra angereisten Vertretern der jeweiligen Sorte tun.

Zu viele Katzen? Kastration!

Im Tierheim, welches in die alten Räum der Tierklinik umgezogen ist, hörte man fachsimpeln: «Schlagen Sie nur einmal die Tierwelt auf – schlimm, was da für wen angeboten wird.» Die Rede war von einem Rassehund, der eigentlich nur in Kennerhände gehöre und nicht zu Anfängern.

«Aber unser aktuell grösstes Problem sind nicht die Hunde, sondern die Katzenpopulation», hielt Tierheimleiterin Dolores Marbot nüchtern fest. «Einzige Abhilfe ist ganz klar die Kastration.» Sicher fände sie für die Jungtiere relativ schnell einen neuen Platz. Doch fast ebenso viele Katzen werden ausgesetzt, oder wenn älter, ins Tierheim abgeschoben, weil nicht mehr gewollt.

Alles für das Tier

Das Tierheim ist aber nicht nur ein Heim für heimatlose Vierbeiner, es ist auch eine Pension. Falls man in die Ferien fährt und keine Nachbarn zum Hüten hat, kann man seinen Liebling hier unterbringen. Die neuen Räume sind hell und freundlich, für Katzen und Hunde sind grössere Ausläufe erstellt worden. Mit dazu gehört auch eine Station für Igel. Kurz: Klinik und Heim bieten (fast) alles für die Tiere. (cbu)





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