Tagblatt Online, 28. April 2010 01:04:37
Zwei Junioren-Teams in der Finalrunde
Der Jubel war gross, als gleich zwei Neckertaler Nachwuchsteams ihre Saison als Gruppensieger beendeten. Damit waren sie zur Teilnahme an der Finalrunde berechtigt und spielten um den Ostschweizer-Meister Titel ihrer Alterskategorien.
Zum Titel und damit zum totalen Triumph hat es beiden Teams nicht ganz gereicht, die Junioren B gaben sich dabei jedoch erst im Final geschlagen.
Verdienter Sieg für Neckertal
Der Start ins Turnier gelang den Junioren B am Samstag, 24. April nicht optimal. Das Team von Trainer Manuel Seelhofer startete etwas nervös und ungewohnt zurückhaltend.
Der Gastgeber des Turniers, der UHC Maniac Pfäffikon nutzte dies aus und konnte nach sechs Minuten mit 2:0 in Führung gehen. Mit diesem Gegentor entledigte sich der UHC Neckertal aber der Anfangsnervosität und nahm das Spiel nun in die Hand. Schöne Kombinationen und herrliche Schüsse aufs Tor zeigten, weshalb die Neckertaler als Mitfavoriten ins Turnier stiegen.
Bis zur Pause konnte auch dank einem Doppelschlag von Fabrice Göldi aus einem Zwei-Tore-Rückstand ein ebensolcher Vorsprung herausgeholt werden. Auch in der zweiten Halbzeit war der UHC Neckertal die spielbestimmende Mannschaft und gewann letztlich verdient mit 7:3 gegen die Zürcher.
Ungefährdete Qualifikation
Im zweiten Gruppenspiel folgte der UHC Wängi.
Der Start ins Spiel gelang: Nach zwei Sekunden konnte der Schiedsrichter das erste Neckertaler Tor pfeifen. Weitere Tore folgten, erst nach 14 Minuten beim Stand von 7:1 nahm die Torproduktion etwas ab. Dies reichte zum ungefährdeten 12:6 Sieg. Damit trafen die Junioren B im Halbfinal auf Barracudas Romanshorn. Diesen Gegner kannte man aus der Meisterschaft bestens, es resultierten zwei eher knappe Siege für Neckertal. Doch nicht so an diesem Sonntag.
Die Neckertaler um Captain Michael Brunner kannten die Schwächen der Gegner und nutzten diese eiskalt aus. Am Schluss konnte mit dem 13:0 Sieg nicht nur die Finalqualifikation bejubelt werden, sondern auch der höchste Sieg sowie der einzige Shootout des Turniers.
Kraftlos im Final
Im Final traf der UHCN nicht ganz unerwartet auf den UHC Flims. Offensichtlich war ein Unterschied zwischen den beiden Teams. Während Flims in der grösstmöglichen Formation antrat, musste sich Neckertal mit einem Acht-Mann-Kader begnügen. Dieser Unterschied war gewichtig, wie der Verlauf des Spiel zeigte. Im vierten Spiel an diesem Wochenende machte sich bei den Neckertalern erstmals die Müdigkeit bemerkbar. Flims gelang ein Start nach Mass und lag nach einer Viertelstunde mit 4:0 in Führung. Danach folgte jedoch die enorme Druckphase der Neckertaler. Kaum mehr eine Chance wurde den Flimsern zugestanden, doch das Flimser Tor war wie vernagelt. Immerhin gelang bis zur Pause noch das 4:1. Zu mehr reichte die Kraft jedoch nicht mehr, Flims gewann deutlich mit 9:2.
Schwieriger Start
Klein war auch das Kader der A-Junioren, die gleichzeitig ihre Finalrunde in Bäretswil austrugen. Das Team war auf die Finalrunde hin, aufgrund eines verletzungs- und eines krankheitsbedingten Ausfalls, auf fünf Feldspieler zusammengeschrumpft. Im Auftaktspiel gegen den UHCevi Gossau dauerte es zehn Minuten bis zum ersten Tor – der Neckertaler Führungstreffer war jedoch nicht der erhoffte Startschuss zu mehreren Toren, vielmehr nahmen danach die Zürcher das Heft in die Hand und überfuhren die Neckertaler A-Junioren mit einem cleveren Kombinationsspiel. Das 2:10 Endresultat war denn auch deutlich.
Auch im zweiten Spiel gegen Red Lions Frauenfeld gelang dem UHC Neckertal der erste Treffer. Das Team von Trainer Matthias Seelhofer zeigte dabei eine Defensiv solide Leistung und konzentrierte sich auf schnelle Konter. Weil es jedoch in der Abschlusseffizienz haperte, erreichte Neckertal den nötigen Sieg für die Halbfinalqualifikation nicht. Je mehr die Kräfte nachliessen, desto mehr konnten die Thurgauer den 12:2 Sieg sichern.
Tessiner unterlagen
In der Nacht auf Sonntag war entsprechend Erholung angesagt. Immerhin kehrte der am Samstag kranke Spieler ins Team zurück, womit Neckertal mit zwei Blöcken spielen konnte. Gegen die Tessiner aus Sementina ging es nun um Rang fünf oder sechs. Die angesagte Erholung in der letzten Nacht wurde noch etwas in die Anfangsminuten des Spiels verlängert. Die Tessiner starteten deutlich wacher und konnten mit zwei Toren in Führung gehen, ehe auch Neckertal erwachte und bis zur Pause noch den Anschlusstreffer erzielte. In der zweiten Hälfte dominierten die Neckertaler das Spiel, erst gegen Ende wurden die Tessiner wieder gefährlicher und konnte nach einer zwischenzeitlichen 5:2 Führung zum 5:4 aufrücken. Dieses Resultat gab der UHC Neckertal jedoch nicht mehr her und schloss somit die Finalrunde auf Rang fünf ab.
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