Tagblatt Online, 30. August 2010 01:05:22
Radballer haben ihre Halle tiefer gelegt
Keine Angst mehr den Kopf anzuschlagen: Das Team aus Dornbirn (schwarz) und Altdorf (gelb) am Eröffnungsturnier in der tiefer gelegten Halle. (Bild: Bild: mgi)
MOSNANG. Der Parkett-Boden der Radballhalle in Mosnang hat 22 Jahre auf dem Buckel gehabt. Genug, hat man sich beim Rad- und Motorfahrer Verein Mosnang gesagt. Den neuen Parkett-Boden haben sie auch gleich 43 Zentimeter tiefer gelegt, denn die Halle war ziemlich niedrig.
Matthias Giger
Die Angst, sich den Kopf an der Decke der Radballhalle in Mosnang zu stossen ist zwar auch vor der Erneuerung unbegründet gewesen. Mit dem um 43 Zentimeter tiefer gelegten, neuen Parkett-Boden fühlen sich nun Spieler wie Zuschauer wohler.
«Ursprünglich hatten wir nur vor, den Parkettboden zu erneuern», erzählt Präsident Ruedi Artho.
Der alte Parkett-Boden sei beim Umbau von einer Militärunterkunft in eine Radballhalle nicht optimal isoliert worden und habe öfters zu schwitzen begonnen. «Doch dann haben wir uns gesagt: <Eigentlich könnten wir ja auch tiefer runter graben und so etwas gegen die niedere Decke tun», fährt Ruedi Artho fort.
Optimum aus Budget geholt
Finanziert wurde der rund 100 000 Franken teure Umbau grösstenteils über Sport-Toto (65 000 Franken).
Mit rund 600 bis 700 Stunden Fronarbeit sowie 20 000 Franken Gewinn von der Junioren-WM in Bazenheid, die der RMV Mosnang organisiert hatte, hat der Verein seinen Beitrag an die neue Halle geleistet.
«Wir sind eine verrückte Truppe. Als wir am Graben waren, dachten wir uns, dass wir eigentlich der Halle auch noch einen frischen Anstrich verpassen könnten.
Und dann hiess es, wenn wir eh schon am Malen sind, könnten wir auch das Gemeindewappen auf die Wand malen», sagt Ruedi Artho. Auch die in den Mosnanger Farben grün und rot gemalten Heizungsrohre und Fensterrahmen im Innern der Halle seien Überbleibsel des Renovations-Eifers, der die Radballer gepackt hat.
Wohlsein nicht nur subjektiv
Die Erneuerung der Radballhalle hat vom 7. Juni bis zum 9. August gedauert. Am vergangenen Wochenende ist die Radballhalle mit verschiedenen Turnieren eröffnet worden.
Der neue Parkett-Boden wurde mit einer Isolationsschicht versehen, damit künftig nur noch die Radballer schwitzen. Dank den dazugewonnenen 43 Zentimetern genügt die Höhe nun wahrscheinlich den Anforderungen, um Schweizer Meisterschaften durchzuführen. Stefan Marty, Präsident der Subkommission Radball, welche die Schweizer Meisterschaften organisiert, habe sich die erneuerte Halle angesehen und war guter Dinge, wie Ruedi Artho erzählt.
«Für uns wäre dies sehr erfreulich, da wir nicht mehr in die Oberstufenturnhalle ausweichen müssten», sagt er.
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