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Tagblatt Online, 06. September 2010 01:05:01

Bauen mit Freude am Holz

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Innovativ: Heinz Keller (links) und Samuel Keller berichten Moderatorin Maja Meyer-Böhm von beruflichen Herausforderungen. (Bild: Bild: Cornelia Forrer)

BÄCHLI-HEMBERG. Im Rahmen von «z Gast bim Gwerb» öffnete die Keller Holzbau Bächli ihre Tore. Holz ist natürlich, vielfältig einsetzbar und passt in die Region. Auch die Innovation bleibt nicht auf der Strecke. Dies demonstrierten Heinz und Samuel Keller.

Cornelia Forrer

Vertrauen ist ein Stichwort, das für Heinz Keller und sein Team zentral ist. Immer wieder tauchte dieser Begriff anlässlich der Vorstellung beim Gewerbebesuch auf. Ein Grossteil des Umsatzes stammt direkt aus der Region und damit bleibt die Wertschöpfung im Tal. Im Jahr 2005 wurden rund 90 Prozent der Aufträge der Keller Holz in der Gemeinde ausgeführt. «Man weiss, mit wem man es zu tun hat und was man erwarten darf», erklärte ein Gast beim anschliessenden Imbiss. Es ist beeindruckend, was die Kellers während der Jahre des Wirkens auf die Beine gestellt haben.

Inhaber Heinz Keller führt die Firma in dritter Generation und Sohn Samuel steht bereits in den Startlöchern für die Übernahme, die man in rund drei bis vier Jahren plant. «Es ist ein Entscheid, den ich mir wohl überlegt habe», berichtete der Holzbauingenieur, der in verschiedensten Tätigkeiten seine Sporen abverdiente und seit einiger Zeit sein Know-how im väterlichen Betrieb einbringt.

Lage ist kein Nachteil

Vater und Sohn beurteilen die ländliche Lage des Unternehmens nicht negativ. «Es hat zwar einige Nachteile, doch die Vorteile überwiegen», ist Heinz Keller überzeugt. Man fühlt sich in Bächli eingebettet und verwurzelt und würde einen möglichen Naturpark gar als Chance für die Region sehen. Dies bedeute wiederum nicht, dass man sich das Neckertal als kleineres Disneyland vorstellen darf.

Dank innovativer Ideen und einem guten Riecher für das, was gefragt ist, sieht man die Zukunft aber in positivem Licht und kennt es grundsätzlich nicht, zu jammern. Viel lieber erzählen Vater und Sohn Keller von ihren Aufgaben, die sie bewältigt haben oder noch bewältigen und demonstrieren voller Stolz und Freude dem interessierten Publikum per Bild, Ton und Anschauungsobjekt, was sie in der Lage sind zu schaffen.

Der hölzerne Liftschacht für den «Löwen» ist nur ein Beispiel für die Vielfalt, die der Holzbau bietet. In Neuchlen hat man einen Stall mit Strickwänden aufgestellt, für den gar Recherchen gefragt waren. Ein Geht-Nicht, kennen Keller und Team nicht, notfalls holt man sich Hilfe bei Fachleuten. «Holz aus der Region am richtigen Ort eingesetzt, mit Gespür für den Rohstoff bearbeitet, mit zweckmässigen Maschinen und Geräten verarbeitet, lässt keinerlei Wünsche offen, ob nun

ein Um- oder Neubau gewerblicher oder privater Art getätigt werden soll», sind Heinz und Samuel Keller überzeugt.

Berufe werden ändern

«Und wie sieht die Zukunft im Holzbau aus?», fragt Moderatorin und Gewerbevereinspräsidentin Maja Meyer-Böhm die Gastgeber. Sie gehe klar in Richtung grossvolumigem Bauen, erklärt Samuel Keller, der weiss, wovon er spricht, denn auch die Keller Holzbau lebt grossenteils vom Elementbau. «Holz hat hier sehr viel Potenzial», fügt er an.

Künftig werde mehr in Werkstätten vorgefertigt und weniger auf den Baustellen, was langfristig wiederum die Ausbildung der Zimmerleute und Schreiner verändern werde. Dreidimensionale Modelle können schon heute ein sehr gutes Bild vom Endprodukt schaffen.





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