Tagblatt Online, 18. April 2012 01:08:00
Alle Alterswohnungen besetzt
Jakob Aerne, Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft Alterswohnungen Wattwil an der 39. Hauptversammlung im Thurpark. (Bild: Matthias Giger)
Die Wohnungen der Genossenschaft Alterswohnungen Wattwil sind beliebt. Die Warteliste ist lang. Gefragt sind vor allem Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen. In den Liegenschaften der Genossenschaft gibt es aber nur elf solche Wohnungen.
MATTHIAS GIGER
An der Hauptversammlung der Genossenschaft Alterswohnungen Wattwil hat Verwaltungsratspräsident Jakob Aerne auf die lange Warteliste hingewiesen. Sie umfasse derzeit rund 100 interessierte Paare oder Einzelpersonen. Sie hätten gerne eine Wohnung in einer der drei Liegenschaften der Genossenschaft (siehe Kasten). Mit 29 Interessenten für eine 31/2-Zimmer-Wohnung seien diese besonders gefragt, so Jakob Aerne. «Allerdings haben nur elf unserer Wohnungen 31/2 Zimmer und keine davon ist derzeit frei», sagte er.
Kleiner Gewinn
Im vergangenen Jahr haben sieben Mieterwechsel stattgefunden. Diese überdurchschnittlich hohe Zahl habe dazu geführt, dass das Budget für Wohnungsrenovationen um 23 000 Franken überschritten wurde. Dennoch hat die Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn von rund 8000 Franken abgeschlossen. Die 57 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter stimmten unisono dem Antrag zu, den Gewinn der Reserve zuzuweisen.
Die Vorstandsmitglieder Albert Fisch (Vize-Präsident), Heidi Koster (Beisitz) und Walter Huber (Kassier) sind einstimmig für weitere vier Jahre gewählt worden. Wie der Präsident erläuterte, hänge die Wahl mit dem Jahr des Eintritts in den Vorstand zusammen.
Lift und Haustiere
In der allgemeinen Umfrage haben mehrere Votanten ihre Anliegen vorgebracht. Einer bedankte sich für die prompte Erfüllung seines Wunsches nach einem Vordach und Lamellenstoren. Nach dem Lob an die Adresse der Verwaltung hatte er noch eine Frage. Er wollte wissen, ob die Hausordnung noch zeitgemäss sei. Er verwies darauf, dass die therapeutisch positive Wirkung von Haustieren heute als erwiesen gilt. Das Haustiere auch Probleme mit sich bringen sei ihm bewusst, aber er würde es schätzen, wenn der Verwaltungsrat dieses Thema diskutiere. Der Präsident dankte dem Votanten für den Hinweis. Er sagte, in der Hausordnung stehe, dass Haustiere nicht unbedingt erwünscht, aber im Einzelfall durchaus toleriert seien.
Derselbe Votant fragte, weshalb Besucherinnen und Besucher des Alters- und Pflegeheims Risi nicht den Lift im Kirchenrain-Gebäude benutzen dürfen. Der Präsident antwortete, dass die Mieter verständlicherweise nicht begeistert seien, wenn ständig fremde Leute durchs Haus gehen. «Wenn wir die Besucher den Lift benützen lassen, müssten wir unser Haus generell öffnen», begründete er. Er werde aber prüfen, ob es eine andere Möglichkeit gibt, meinte der Präsident.
Weitere Fragen betrafen die Situation ums Haus. Ein Votant brachte zur Sprache, dass der Verkehr durch die Kirchenrainstrasse zugenommen habe, da viele über diese Strasse fahren anstatt über den Einlenker der Hembergerstrasse in die Wilerstrasse. Er betonte, dass es ihm dabei um die Sicherheit und nicht um den Lärm gehe, zumal einige Verkehrsteilnehmer einen ziemlich wilden Fahrstil an den Tag legen. Ein weiterer Votant, der an der Hembergerstrasse wohnt, sagte, die Strasse zu seinem Parkplatz sei in letzter Zeit öfter durch Autos von Gästen des angrenzenden Restaurants versperrt. Er fragte, ob man dort nicht ein Parkverbot errichten könnte. Der Präsident meinte, dass sich dies wahrscheinlich machen lässt.
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