Tagblatt Online, 28. August 2010 12:30:00
65 Tonnen zentimetergenau plaziert
65-Tonnen-Brücke verschoben: Das Brückenteil wurde vorfabriziert und in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag mit einem Pneukran eingesetzt. (Bild: Bilder: sas)
NEUTOGGENBURG. Ruhig geht es auf der Baustelle zu und her. Seit zwei Tagen haben die Mitarbeiter der E. Weber AG die eine Hälfte der alten Brücke über den Gerenbach abgerissen und den Einbau des neuen Durchlasses vorbereitet. Um den Strassenverkehr nicht zu sehr zu stören, wurde die Brücke vorfabriziert.
«Wir haben zwei Elemente und vier Schleppplatten vorgängig auf der Baustelle Casablanca in Wattwil betoniert. Es dauerte vier Wochen, bis diese einbaufertig waren», erklärt Bauführer Roger Hüberli. In zwei Nachtschichten werden diese eingebaut.
Die erste war in der Nacht vom vergangenen Mittwoch auf den Donnerstag.
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Kaum ist die Strasse gesperrt, wird das 65-Tonnen-Brückenelement zur Baustelle transportiert. Ebenfalls vor Ort ist ein Pneukran der Firma Welti-Furrer. Dieser muss mit viel Gewicht ballastiert werden, damit beim Plazieren des Betonelements nichts passieren kann.
Pünktlich wie im Zeitplan vorgesehen, gibt Roger Hüberli seinen Mitarbeitern ein Zeichen und sie beginnen damit, das Wasser des Gerenbachs über zuvor installierte Pumpen und Schläuche abzuleiten. Mit einem Bagger unterbrechen sie die Wasserleitung, die während der Brückensanierung den Bach fasst.
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Trotz der späten Stunde verfolgen Schaulustige den Einbau des Brückenelements. An schweren Ketten am Arm des Krans befestigt, schwebt es über die Leitplanke.
Roger Hüberli und Baupolier Sandro Götschi dirigieren, zwei zusätzliche Bauarbeiter packen mit an, als es um die Endplazierung geht. Auf das Element werden eine Abdichtung, zwei Schichten Gussasphalt und ein Deckbelag in einer Gesamtstärke von 10,5 Zentimeter eingebaut. Daher muss es genau eingepasst werden. Roger Hüberli setzt den Massstab an und ist zufrieden. Zentimetergenau sitzt die eine Hälfte der Brücke da, wo die Planer der Schällibaum AG berechnet haben. Doch zwischen der Brücke und den Strassenabschnitten klaffen noch Lücken.
Diese füllen die Mitarbeiter der E. Weber AG mit Beton und Sickergeröll in derselben Nacht auf und versetzen am Schluss der Arbeiten die zwei Schleppplatten. Um diese an die richtige Stelle zu bringen, wird nochmals der Pneukran eingesetzt.
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Bis 4.30 Uhr bleibt die Kantonsstrasse gesperrt. Viel Zeit für die Erholung von dieser Nachtschicht haben die Bauarbeiter nicht.
Bevor der Verkehr über die neue Brücke fahren kann, werden in den nächsten Tagen die Abdichtung, die Randabschlüsse und die Gussasphaltschichten erstellt. Dann wird der Brückenteil unter der anderen Spur ersetzt. «Wenn wir so vorankommen wie geplant, wird das zweite Brückenelement in der Nacht vom 9. auf den 10. September versetzt. Dann wird die Kantonsstrasse nochmals für eine Nacht gesperrt sein», sagt Roger Hüberli.
Die Bauarbeiten werden mit dem Einbau des Deckbelages und der Montage der Leitplanken Ende September abgeschlossen sein. Sabine Schmid
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