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Tagblatt Online, 31. August 2010 01:05:22

Wer faltete Churfirsten und Säntis?

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12 Hinweistafeln erklären die Geologie rund um den Gamserrugg. (Bild: Grafik: ros)

WILDHAUS. Unter der Projektleitung von Christian Possa lancieren die Bergbahnen Wildhaus den 20jährigen geologischen Rundweg Gamserrugg neu. Dieser stellt einen weiteren Schritt in Richtung Stärkung des Sommergeschäftes dar.

Katharina Rutz

Die 12 Hinweistafeln rund um den Gamserrugg gibt es zwar schon seit 1990. «Damals gehörte der geologische Rundweg zu den ersten Themenwegen der Schweiz», weiss Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus. Nun wurde der geologische Rundweg neu lanciert. «Ein weiterer Baustein unserer Strategie zur Stärkung des Sommergeschäfts», so Urs Gantenbein.

20-Jahr-Jubiläum

Der geologische Rundweg wurde vor genau 20 Jahren ins Leben gerufen. Auf bestehenden Wegen stellten die Initianten rund um Roland Lymann des damaligen Kurvereins geologische Hinweistafeln auf. Irgendwann übernahmen die Bergbahnen Wildhaus schleichend vom Kurverein den Unterhalt des Wanderweges. «Jedes Jahr musste der Weg von Hand ausgebessert werden», erläuterte Walter Tobler, der technische Leiter der Bergbahnen.

Dennoch konnte nur der Status quo erhalten werden, da der Winter jedes Jahr wieder das seine dazu tat, den Weg zu verschlechtern. «Der Bergweg war gut begehbar, solange auch das Wetter gut war», so Walter Tobler weiter.

Gleichzeitig stellte Urs Gantenbein fest, dass der Prospekt des Geoweges, obwohl schon in die Jahre gekommen und etwas verstaubt, gerne von den Gästen mitgenommen wurde.

Beides veranlasste die Bergbahnen Wildhaus dazu rund 85 000 Franken zu investieren und den geologischen Rundweg neu zu lancieren. Will heissen, 80 000 Franken investierten die Bergbahnen in die Sanierung des Weges. Den Rest gab man für einen neuen Flyer, neue Hinweistafeln und Dokumentationen aus. Für die Sanierung fand man im Kleinbagger von Peter Mühlestein das laut Walter Tobler ideale Werkzeug dafür.

Mit einer Spurbreite von einem Meter zwanzig Zentimetern konnte der alpine Wanderweg saniert werden, ohne die Umwelt oder den Geldbeutel übermässig zu belasten. Bagger und Schotter wurden per Helikopter auf den Berg transportiert. Die Sanierung dauerte vier Jahre. Dabei war der Kleinbagger rund 250 Stunden im Einsatz und genau so viele Stunden zusätzlicher Handarbeit waren nötig, um den fünf Kilometer langen Weg bei jedem Wetter gut begehbar zu machen. «Trotzdem ist es ein Bergweg mit natürlichem Charakter geblieben», sagt Walter Tobler.

Auch weiterhin werde dafür punktuell die Schaufel in die Hand genommen werden müssen, so der technische Leiter.

Exemplarisch

Nicht nur der Weg, auch die 12 Hinweistafeln wurden überarbeitet und neu gestaltet. Dazu arbeiteten die Bergbahnen Wildhaus mit dem Geologen Hansjakob Schäppi von Progeo in Wil zusammen. «Das Gebiet ist exemplarisch, um die Geologie, die Biologie und die Geographie der Landschaft aufzuzeigen», sagt er.

«Hat man die Gesteinsschichten direkt vor sich und liest gleichzeitig die Erklärung, ist es einfach die Landschaft zu verstehen.» Hansjakob Schäppi führte bereits vor 20 Jahren Wanderungen im Gebiet und war auch am ersten geologischen Rundweg beteiligt. Er wird künftig Gruppenwanderungen führen. Dann klärt er Fragen wie: «Wissen Sie, wie man Steine falten kann?»





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