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Tagblatt Online, 5. März 2011, 01:09 Uhr

Ehemaliges Gefängnis als Wohnraum

Gemäss Mitteilungen aus dem Lichtensteiger Gemeinderat soll das ehemalige Polizeigebäude an der Hauptstrasse 10 saniert werden. Das Gutachten wird mit dem Amtsbericht verschickt.

URS M. HEMM

lichtensteig. «Der schlechte Zustand des Gebäudes lässt keine andere Option zu einer Sanierung offen», bestätigt Stadtpräsident Roger Hochreutener.

Asylsuchende ziehen aus

Nachdem die Mieter der Wohnung in der ersten Etage vergangenen November ausgezogen sind, sei nach einer Begehung klar gewesen, dass die Wohnung in diesem Zustand nicht mehr vermietet werden könne. Zudem seien die sanitären Einrichtungen sowie die Küche im ehemaligen Zellentrakt und das Dachgeschoss ebenfalls renovationsbedürftig. Diese würden aktuell von drei asylsuchenden Personen genutzt. Das Unter- und das Erdgeschoss beherbergen das Gemeinde- sowie das Vereinsarchiv. Zudem müsse das Dach innert kürzester Frist saniert werden, wolle man Schäden an der Gebäudesubstanz selbst verhindern. So habe sich der Gemeinderat für eine Gesamtsanierung der Liegenschaft ausgesprochen. In diesem Falle würde für die drei Asylsuchenden eine permanente Alternative gesucht.

Grosszügige Wohnungen

Ein Verkauf an private Investoren oder Institutionen wurde erwägt, der Gedanke jedoch als «praktisch nicht realisierbar» verworfen. «Da die beiden Archive bleiben, wäre lediglich ein Stockwerkeigentum für potenzielle Käufer in Frage gekommen», sagt Roger Hochreutener. Das sei weder für Private noch für Institutionen interessant. Wenn man aber das ganze Gebäude verkaufen würde, müsste die Stadt wiederum die beiden Archive einmieten, was längerfristig finanziell nicht sinnvoll wäre. «Bestärkt in seinem Vorhaben wurde der Gemeinderat zudem durch die durchweg positiven Erfahrungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Postgebäudes», sagt Hochreutener. Der Zellentrakt und das Dachgeschoss würden zu Wohnungen von rund 130 m2 respektive 120 m2 ausgebaut werden. Die Wohnung im ersten Obergeschoss würde lediglich sanft renoviert, ausgenommen die Küche und die sanitären Anlagen, die ebenfalls saniert werden müssten. Mit der Sanierung solle die Energieeffizienz der Liegenschaft gesteigert werden. Die Sanierungskosten werden auf 700 000 Franken veranschlagt. Die Finanzierung sei durch Mieteinnahmen, einem günstigen Darlehen und jährlichen Abschreibungen von 14 000 Franken gesichert. Zudem sei für die kommenden Jahre mit keinen Unterhaltsarbeiten zu rechnen.



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