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Tagblatt Online, 11. Juni 2012 01:09:00

Die IG nominiert Stefan Rosenblum

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Stefan Rosenblum kandidiert für das Amt des Lichtensteiger Stadtpräsidenten. (Bild: Barbara Anderegg)

RICKEN/LICHTENSTEIG. Am Samstag hat die Interessengemeinschaft (IG) Stadtpräsidentenwahl Lichtensteig den St. Galler Stefan Rosenblum für die Wahl nominiert. Der studierte Staatswissenschafter und CVP-Politiker verfügt über langjährige Erfahrung in der Politik, aber auch in der Privatwirtschaft.

BARBARA ANDEREGG

Mit dem 32jährigen Stadt-St.Galler Stefan Rosenblum schickt die Interessengemeinschaft (IG) Stadtpräsidentenwahl Lichtensteig nun neben dem von der CVP nominierten Mathias Müller einen weiteren Kandidaten ins Rennen um das Amt des Stadtpräsidenten Lichtensteigs. «Wir sind überzeugt einen ausgewiesenen und hoch motivierten Kandidaten gefunden zu haben», sagt Peter Hüberli an der Presseinformation nach der Nominationsversammlung der IG am Samstag. Diese fand im Restaurant Bildhus in Ricken statt, weil dort «aus Gründen der Diskretion» auch die Bewerbungsgespräche durchgeführt worden waren.

Ausbildung und Erfahrung

Stefan Rosenblum verfügt über einen HSG-Abschluss in Staatswissenschaften sowie über das Diplom als Wirtschaftspädagoge. Nach Lehrtätigkeiten an einer Berufsschule, wechselte er 2007 zur St. Galler Kantonalbank, bei der er seit 2009 als Privatkundenberater tätig ist. Seine politische Laufbahn begann Stefan Rosenblum bei der JCVP Region St. Gallen, der er von 2004 bis 2006 als Präsident vorstand. Seit 2007 ist er Mitglied des Stadtparlaments, wo er seit 2009 das Amt des Präsidenten der parlamentarischen Bildungskommission bekleidet.

«Stefan Rosenblum ist hervorragend ausgebildet und bringt trotz seines jungen Alters bereits breite Erfahrungen – auch Führungserfahrung – mit und er ist politisch gut vernetzt», fasst Peter Hüberli zusammen. «Er bringt die nötige Hartnäckigkeit und Ruhe mit, um die bevorstehenden Projekte erfolgreich umzusetzen», zeigt sich die IG in ihrem Argumentarium überzeugt. Zu diesem Schluss kam die IG, nach einer dreimonatigen Bewerbungsphase. Von insgesamt 15 Bewerbern wurden fünf zum Erstgespräch eingeladen. Zwei von ihnen wurden anschliessend einem Persönlichkeitstest durch einen externen Personalberater unterzogen bevor sie zum Zweitgespräch eingeladen wurden. Danach wurden Referenzen und Auskünfte eingeholt. Zum Drittgespräch eingeladen und anschliessend nominiert wurde nur noch Stefan Rosenblum. «Er hatte die höchste Übereinstimmung mit dem von uns erstellten Anforderungsprofil», begründet Peter Hüberli und ergänzt: «Er ist ein integrativer Typ, das braucht das Städtli jetzt.» Die Parteizugehörigkeit habe bei der Auswahl keine Rolle gespielt.

Der ledige Stefan Rosenblum selbst charakterisiert sich mit den drei Adjektiven «frisch, respektvoll, erfahren». Er sei offen und interessiert, harmoniebestrebend und loyal. Seinen Führungsstil bezeichnet er als «lösungsorientiert». «Es geht darum, für ein bestimmtes Problem die beste Lösung zu finden, egal aus welcher Ecke sie vorgebracht wird», verdeutlicht er. In Bezug auf seine politische Gesinnung nutze er die gesamte Breite der CVP, je nach Thema. Wichtig seien ihm die Nachhaltigkeit sowohl bei den Finanzen als auch bei der Umweltpolitik. Weitere Themen mit denen sich der bisherige Stadtpolitiker stark beschäftigt, seien insbesondere die Sicherheitspolitik sowie die Stadtentwicklung.

Ziele der Bevölkerung umsetzen

Falls er zum Stadtpräsidenten von Lichtensteig gewählt werde, sei es ihm wichtig, dass in Lichtensteig eine offene Atmosphäre herrschen könne und die Bevölkerung und der Gemeinderat stark in die politischen Entscheide eingebunden werden. «Ich möchte die Ziele der Bevölkerung umsetzen und nicht mir selbst ein Denkmal setzen», konkretisiert Stefan Rosenblum. Um dies zu ermöglichen, müsse der Stadtpräsident in engem Kontakt zur Bevölkerung stehen. Damit begonnen hat Stefan Rosenblum bereits. Seit seiner Bewerbung sei er mehrmals in Lichtensteig gewesen, um sich mit verschiedenen Personen zu unterhalten. In Bezug auf konkrete Projekte in Lichtensteig könne er derzeit noch kaum etwas sagen. «Ich bilde mir erst eine Meinung, wenn ich mich fundiert mit der Materie auseinandergesetzt habe», begründet er. Das werde er nun nach der Nomination in Angriff nehmen, ebenso wie den Wahlkampf, bei dem er von der IG tatkräftig unterstützt werde.

Die Frist zur Einreichung von Kandidatenvorschlägen läuft noch bis am 6. Juli.




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