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Tagblatt Online, 03. September 2010 01:02:58

Breitere und schneesichere Piste für 1,5 Millionen

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Sprengstoff und Bagger sorgen künftig für mehr Fahrvergnügen auf der Wildhauser Piste Nummer 9. Gleichzeitig mit der Pistenkorrektur bauen die Bergbahnen Wildhaus in der dritten Etappe die technische Beschneiungsanlage weiter aus. (Bild: Bilder: Katharina Rutz)

WILDHAUS. Von 20 Metern auf 40 Meter soll die Piste Nummer 9 in Wildhaus an ihrer engsten Stelle verbreitert werden. Gleichzeitig wird auf derselben Strecke die Beschneiung eingebaut.

Katharina Rutz

Berge aus Geröll, Erdhaufen und Gräben prägen die sonst so idyllische Landschaft zwischen Gamsalp und Freienalp. Was einige vielleicht unschön finden, gefällt Urs Gantenbein schon jetzt. «Wenn die Pistenkorrektur sowie der Ausbau der Beschneiungsanlage fertig gestellt sind, werden auch die Touristen ihre Freude daran haben», ist der Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus überzeugt.

Neu 40 Meter breit

Die Piste Nummer 9, auch als ehemalige Rennstrecke bekannt, war bisher an ihrer engsten Stelle nur gerade 20 Meter breit und stark coupiert. Steilhänge wechselten sich mit Flachstücken ab. «Neu wird die Piste mindestens 40 Meter breit und nur noch leicht coupiert sein», erklärt Walter Tobler, der technische Leiter der Bergbahnen, auf der gestrigen Baustellenbesichtigung den Medien.

Doch obwohl die Baustelle der Pistenkorrektur viel offensichtlicher ist und auch mehr kostet, ist der weitere Ausbau der Beschneiungsanlage der eigentliche Grund für den Bagger-Einsatz am Berg. «Bereits bestehende Beschneiungsrohre wären bei einer späteren Pistenkorrektur im Weg. Deshalb ist es sinnvoller, zuerst die Korrektur durchzuführen und gleichzeitig die Beschneiungsanlage einzubauen», erklärt Walter Tobler. Begonnen haben die Bauarbeiten im Juli, abgeschlossen sollen sie spätestens Mitte Oktober sein. «Wenn der Schnee kommt, ist es unmöglich, mit den Maschinen am Berg weiterzuarbeiten.»

Besondere Dimensionen

Auch der Bauführer Tobias Schocher ist auf der 1,5-Millionen-Baustelle unterwegs. Mittels GPS misst er genau aus, ob die geplante Pistenhöhe bereits erreicht ist oder ob noch mehr Material abgetragen bzw. aufgefüllt werden muss. «Diese Baustelle ist aufgrund ihrer Dimensionen etwas Besonderes», sagt er. Viel Arbeit hat auch Sprengmeister Martin Ebneter: Für die Sprengung von gestern um 17.30 Uhr verwendete er 450 Kilogramm Sprengstoff und zündete diesen in 100 Bohrlöchern. So wird der kompakte Fels unter der Humusschicht zu Geröll aufgelockert und kann von den Baggern umgelagert werden. Obwohl der gesamte Baustellenbereich in der touristischen Kernzone liegt, ist die Pistenkorrektur ein Eingriff in die Natur. «Deshalb werden Massnahmen zur ökologischen Aufwertung an mehreren anderen Stellen getroffen», sagt Walter Tobler. Die Bergbahnen Wildhaus arbeiten dazu mit einem Büro für ökologische Baubegleitung zusammen.





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