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Tagblatt Online, 03. September 2010 01:02:58

Wie definiert sich Armut?

Arm ist in der Schweiz, wer zu wenig Einkommen hat, um seinen Grundbedarf, die Wohnkosten und die Kosten für die Krankenkasse zu decken. Die offiziellen Armutsgrenzen liegen für Alleinstehende bei 2200 Franken, für Alleinerziehende mit zwei Kindern bei 3800 Franken. Ein Paar mit zwei Kindern braucht 4600 Franken. Man spricht dabei von relativer Armut, gemessen am Lebensstandard der gesamten Bevölkerung. Absolute Armut gibt es in der Schweiz nur in Ausnahmefällen. Die absolute Armutsgrenze liegt bei 1.

25 Dollar am Tag. Aussteiger, die freiwillig mit wenig leben und Menschen, die in einer zeitlich begrenzten Lebensphase knapp haushalten müssen, zählen nicht zu den Armutsbetroffenen. Die Armutsquote, die in der Schweiz offiziell bei neun Prozent liegt, wird statistisch gemessen anhand von Einkommen, Armutsgrenzen und Sozialhilfe. Armut ist aber abhängig von den Lebensverhältnissen und vom Wohnort. Besteuerung und Sozialhilfesätze sind unterschiedlich von Ort zu Ort. (tra)





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