Tagblatt Online, 09. August 2010 01:04:32
Wespe oder Spinne?
(Bild: Bild: Paul Schmucki)
Die Wespenspinne ist mit zwei Zentimetern Körperlänge (ohne Beine) eine sehr grosse Spinnenart. Sie hängt kopfüber in ihrem speziellen Netz. Die Spinnfäden sind verstärkt, damit ihre Hauptnahrung, vor allem Heuschrecken und Insekten bis zu Wespen, das Netz mit dem Einflug nicht zerreissen. Im Netz wird eine weisse Zickzacklinie eingeflochten. Die Spinne kann bei Gefahr das Netz in Schwingungen versetzen und somit den Feind irritieren. Das Männchen ist schlank und klein und ist fast zu verwechseln mit einer anderen Art.
Es wird nach der Paarung vom Weibchen meistens aufgefressen. Anschliessend legt sie bis zu 400 Eier in einen Kokon, die dann aufgehängt an einer Pflanze überwintern. Das Weibchen stirbt im Herbst. Im Frühling gibt es wieder junges Leben im Naturgarten. Die Wespenspinne war ursprünglich am Mittelmeer zu Hause, ist in den letzten Jahrzehnten aber vermehrt in ganz Europa anzutreffen. Die Giftspritze braucht sie, um ihre Beute sofort ruhig zu stellen. Danach wickelt die Wespenspinne ihre Beute ein, um diese bei Hunger zu verspeisen. Die Giftspritze ist für Menschen ungefährlich. Paul Schmucki
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