Tagblatt Online, 09. August 2010 01:04:31
Schnell wie die Feuerwehr
Der Einsatz des Schlauchverlegefahrzeugs wurde mit grossem Interesse bestaunt. (Bild: Bilder: Cornelia Forrer)
Freude herrscht in Schönengrund. Mit der Einweihung des Feuerwehrdepots, der Übergabe des Schlauchverlegefahrzeugs und einem gelungenen Fest hat man gross und klein für die Feuerwehr begeistert.
cornelia Forrer
Schönengrund. Rund 50 Mal pro Jahr wird die Feuerwehr Neckertal aufgeboten. Doch ein Feuerwehreinsatz bedeutet heute nicht bloss, dass es irgendwo brennt und der Brand gelöscht werden soll. Unter den Stichworten «Löschen, Retten, Schützen und Schützen» verstecken sich Einsätze, deren Vielfalt beste Ausbildung und oft Spezialwissen verlangen. Ob beim Unwettereinsatz, beim Verkehrsunfall, in der Chemiewehr oder beim Bergen von Sachgütern, toten Menschen oder Tieren: Die Feuerwehr hilft – und sie hilft schnell und effizient.
Reich werden die Feuerwehrkräfte indessen nicht. Feuerwehreinsatz bedeutet Dienst für die Gemeinschaft. «Ich habe so viel gelernt», erklärt denn auch Feuerwehrkommandant Res Näf seine Motivation, einen Grossteil seiner Freizeit dem Feuerwehreinsatz zu widmen. Seine Männer, und vermehrt auch Frauen, pflichten ihm bei und nennen auch die schöne Gemeinschaft als wichtigen Grund der Mitgliedschaft.
Effizient und unersetzlich
Schön sei es, mit geeigneten Mitteln einen guten Einsatz leisten zu können. Doch dies hat immer auch seinen Preis. Und genau daran scheitert es oft. Erfreulich ist deshalb, dass die problematischen und ungenügenden Verhältnisse der Feuerwehr im Schönengrund mit der Einweihung des modernen Feuerwehrdepots an zentraler Lage gelöst werden konnten.
Und mit Stolz präsentiert man der Bürgerschaft nicht bloss das neue Depot, sondern nutzt auch gleich die Stunde, um aufzuzeigen, was die Feuerwehr Neckertal zu leisten vermag. Dass am Samstag gleichzeitig das Schlauchverlegefahrzeug mit selbst aufrollendem und sich selbst waschendem Schlauch präsentiert werden kann, ist ein zusätzlicher Leckerbissen für die Gäste.
Stets genügend Leute vor Ort
Allein die Organisation der Löschzüge Mogelsberg, Schönengrund, Hemberg, Brunnadern und Oberhelfenschwil war ein kleinerer Kunstgriff. So, wie es heute gehandhabt werde, seien im Schadenfall stets genügend erfahrene Offiziere und die notwendigen Hilfsmittel vor Ort, zeigt Hanspeter Schweizer den Interessierten aufgrund des Organigramms auf.
Die Jugend interessiert dies noch nicht. Sie nutzt die Gelegenheit, sich im Abseilen zu messen, knifflige Wasserspiele zu vollbringen und mit der Hebebühne, Schönengrund von oben zu beschauen.
- Artikel empfehlen:









Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben