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Tagblatt Online, 14. August 2010 01:02:06

Mosnang im ScheinwerferLicht – «Es isch äfach schö»

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«Guten Abend Mosnang» Monika Fasnacht und Dani Müller begrüssen die Zuschauerinnen und Zuschauer vom Donnschtig-Jass zu Hause und in Mosnang. (Bild: Bilder: Sabine Schmid)

Die Festbänke sind gut belegt, doch die Kirchenuhr zeigt erst 16 Uhr an. Gespannt schauen die Frauen und Männer den Mitarbeitenden der Produktionsfirma zu. Ab und zu werfen sie einen beunruhigten Blick gegen den Himmel. Hält das Wetter?, fragen sie sich immer wieder. Die Kinder freuen sich über den Trubel mitten im Dorf. Sie rennen über den Festplatz, der dort eingerichtet ist, wo sonst der Verkehr rollt. Mosnang ist Schauplatz der Sendung Donnschtig-Jass des Schweizer Fernsehens.

Eine Woche zuvor haben die Säger und Jasser von Mosnang im Berner Oberland den Sieg gegen die «Konkurrenten» aus Kirchberg geholt und das Recht auf die Austragung gewonnen. OK-Präsident Max Gmür und seinem Team sind sieben Tage Zeit geblieben, um das Fest rund um die Sendung auf die Beine zu stellen.

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Mit einiger Verspätung beginnt die Generalprobe.

Was der grösste Teil des Mosnanger Publikums mit staunenden Augen verfolgt, ist für Moderatorin Monika Fasnacht und Schiedsrichter Dani Müller schier Alltag. Sicheren Schrittes laufen sie durch die Bankreihen und nehmen im Jasszelt Platz. Nur wenige Male unterbricht Monika Fasnacht ihren vorbereiteten Text und fragt kurz nach, in welche Kamera sie schauen muss. Routine für die Fernsehfrau.

Die Rolle von Maria Walliser und Toni Brunner, den Gästen der Sendung, übernehmen vorerst die Produktionsassistenten. Nur Petrus scheint kein Mosnanger zu sein. Mitten in der Probe beginnt es zu regnen. Regenschirme versperren die Sicht auf die Bildschirme rund um den Festplatz. Der Stimmung tut dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, der Applaus wird immer lauter.

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Eine Stunde später ist die Generalprobe vorbei und es hat aufgehört zu regnen. Die Bänke leeren sich und eifrige Helfer wischen die Regentropfen von den Tischen. Nach Feierabend ist es endgültig vorbei mit der Ruhe. Immer mehr Menschen strömen ins Dorf. Die Frauen und Männer rücken auf den Festbänken zusammen, damit noch mehr Leute einen Platz finden. Das reicht aber nicht, zusätzliche Festgarnituren werden aufgestellt.

Rund 3000 Personen werden es nach Schätzungen von Max Gmür gewesen sein, die auf den Festplatz gekommen sind. Mit lautem Schellengebimmel treffen die Gäste aus dem Glarnerland ein. Die Fans aus Näfels und aus Glarus werden ihre Säger und Jasser anfeuern, damit der Donnschtig-Jass in einer Woche bei ihnen Station macht. Das Publikum schickt nicht mehr nur Blicke gegen den Himmel, sondern auch durch die Menge, um nach Maria Walliser und Toni Brunner zu suchen.

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Nach mehreren Anläufen ist die Ankündigung der Sendung, die kurz vor 20 Uhr gesendet wird, im Kasten. Die Spannung steigt, Monika Fasnacht und Dani Müller treffen auf dem Einachser auf dem Festplatz ein. Die Sendung verläuft nach Plan. Ein gut gelaunter Toni Brunner plaudert locker mit Monika Fasnacht über Politik, Schwingen und seine Heimat, Maria Walliser gewährt einen Einblick in ihr Fotoalbum. Das Ortsporträt zeigt Mosnang im besten Licht und Petrus hat ein Einsehen. Er behält die Regentropfen bei sich und schickt sogar ein bisschen Abendsonne.

Rasch nach der Sendung sind die Scheinwerfer ausgelöscht und die Kameras weggeräumt. Das Fest aber geht weiter. «Es chunnt scho guet», hat OK-Präsident Max Gmür eine Stunde vor Beginn der Sendung das Publikum und sich beruhigt. Seine Prognose hat sich bewahrheitet. Es ist gut gekommen und Mosnang hat sich im besten (Scheinwerfer)-Licht gezeigt. Sabine Schmid





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