Tagblatt Online, 01. November 2008 01:00:45
(Nur) eine Wochenlektion: Religion
Das Interesse am Informationsabend über den katholischen Religionsunterricht in Ganterschwil war gross. (Bild: Bild: mot)
Trotz kleinem Zeitfenster im Stundenplan hat der Religionsunterricht ein umfangreiches Angebot. In Ganterschwil fand am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung über den katholischen Religionsunterricht statt.
Ganterschwil. Für den Informationsabend: Katholischer Religionsunterricht in der Primarschule, interessierten sich mehr als zwanzig Pfarreiangehörige, vor allem Mütter waren im Publikum. Aufgrund eines Votums an der letzten Kirchbürgerversammlung bot der Kirchenverwaltungsrat allen die Möglichkeit Auskünfte über dieses Fach zu erhalten.
Wie lernen?
Filippo Niederer-Stampfli, seit kurzem Beauftragter des Bistums für Religionsunterricht, erläuterte wie am nachhaltigsten gelernt werden kann. Studien bewiesen, führte er aus, dass der Mensch Wissen stufenweise erwerbe und speichere. Werde nur mittels Hören oder Sehen gelernt bleibe der Wissensgewinn klein. Die Konsequenz sei, dass Informationen mehrere Sinne ansprechen müssen: Einsatz vielfältiger Medien, eigenständiges Handeln der Lernenden, damit Fertigkeiten, nicht nur Wissen gewonnen würden.
Was lernen?
Also ist der Religionsunterricht abwechslungsreich: es wird gebastelt, geschrieben, Theater gespielt, Besuche und Besichtigungen werden gemacht, Filme angeschaut. Marcus Schatton, Pastoralassistent, stellte die Inhalte des Religionsunterrichtes, basierend auf dem st. gallischen Lehrplan, vor. Die Vorbereitung auf die Erstkommunion schlägt den Bogen vom Auszug der Israeliten aus Ägypten bis Ostern, der Auferstehung Jesu. Das Brot ist erst Nahrung für den Körper, dann auch für die Seele. Die Sakramente werden erklärt, über das Leben von Heiligen berichtet, Konfessionen vorgestellt, das eigene Dasein überdacht und – für quirlige Schüler ganz schwierig – der Zugang zur Stille und zum Gebet gesucht. Interessierte Klassen brächten eigene Wünsche an, freute sich Marcus Schatton, so sei über die Kreuzfahrer geforscht worden. Bilder aus dem Unterricht und ein Medientisch veranschaulichten seine Ausführungen. Manuela Estermann informierte über einen Aspekt, der vielen noch unbekannt ist: Religions- wie Bibelunterricht werden von einem Mitglied der Kommission Kirchlicher Unterricht visitiert. (mot)
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