Strasse mit Schienen sichern

MOSNANG ⋅ Die Strasse senkt sich immer weiter Richtung Hang. Es besteht Handlungsbedarf im «Sägestich» auf der Strecke zwischen Mosnang und Libingen. Gebaut werden soll 2018. Die Fahrspur wird teilweise breiter.
14. September 2017, 05:20
Martina Signer

Martina Signer

martina.signer@toggenburgmedien.ch

Eisenbahnschienen werden, so weiss man, benötigt, wenn Zü­ge irgendwo langfahren sollen. Doch man kann sie auch umnutzen. Zum Beispiel zur Stabilisierung einer Strasse. Im Fall des «Sägestichs» zwischen Mosnang und Libingen wird dies immer dringlicher. Mit jedem Auto, jedem Bus, jedem Traktor und – vor allem natürlich – jedem Lastwagen, der die Strasse passiert, hat sich die Strasse über die Jahre weiter gesenkt. Nun soll die Gefahr behoben werden.

Stellplatten können Plattfüsse verursachen

Der Gemeinderat hat die In­genieurarbeiten für die Gesamtsanierung des «Sägestichs» an die Geoinfo AG in Wil vergeben. Nach einem Augenschein vor Ort mit Projektleiter Markus Lutz ist klar: Dass die Strasse sinkt, ist nur eines von mehreren Problemen, die 2018 behoben werden. «Hier kann man sich schon mal einen Platten holen», sagt Markus Lutz und deutet auf die Stellplatten, welche die Schale zur Entwässerung von der Strasse trennen. Die Stellplatten sind auch dann lästig, wenn sie keine spitzen Kanten aufweisen. Denn auch an intakten Platten kann man sich Schäden an Felgen und Pneus holen. Wenn sie nun aber gespalten sind, kann es aufgrund der schmalen Strasse beim Kreuzen mit breiten Fahrzeugen zu Reifenschäden kommen.

Verbreiterung der Strasse nur hangseitig möglich

Die Strecke Mosnang–Libingen wird regelmässig vom Postauto befahren. Ausweichmöglichkeiten sind auf der zu sanierenden Strasse praktisch nicht vorhanden. Auch überbreiten Landwirtschaftsgefährten und Lastwagen will auf dem kurvigen Streckenteil wohl lieber niemand begegnen. Die Kombination von Bus und Lastwagen lässt nur eines zu: Einer von beiden Chauffeuren muss den Rückwärtsgang einlegen und oberhalb oder unterhalb des Stichs ausweichen. «Wo es möglich ist, machen wir die Fahrspur breiter», sagt Markus Lutz. Dies ist laut dem Experten nur hangseitig möglich. Unter anderem werden die neuen Entwässerungsschalen befahrbar. «Wir fräsen die Vertiefung direkt in die Strasse.» Somit können streckenweise bereits 30 bis 40 Zentimeter gewonnen werden. Möglich ist auch, dass stellenweise die Böschung abgetragen wird. «Diesbezüglich sind wir aber noch in den Abklärungen.» Bis auf die Sanierung des Belags zum Schluss der Arbeiten sollte es laut Markus Lutz möglich sein, die Arbeiten unter Verkehr auszuführen. Das heisst also, die Strecke müsste weder zur Stabilisierung der Strasse noch zu den Arbeiten am Hang voll gesperrt werden. «Wir werden mit Lichtsignalen arbeiten.» So bleibt die Strasse während der Gesamtsanierung meist einspurig befahrbar.


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