Sommer rettet Geschäftsjahr

WOLZENALP ⋅ Mit 65 Betriebstagen im Winter ist der Verwaltungsrat der Sportbahnen Krummenau-Wolzenalp AG nicht zufrieden. Dank des Sommers und des Restaurants fiel der Verlust nicht ganz so hoch aus wie befürchtet.
02. Oktober 2017, 05:18
Sabine Schmid

Sabine Schmid

sabine.schmid

@toggenburgmedien.ch

Das vergangene Geschäftsjahr der Sportbahn Krummenau-Wolzenalp AG fing verheissungsvoll an. «Wir verzeichneten den besten Sommer seit Bestehen der Bahn», fasste Betriebsleiter Fridolin Früh am Freitag an der ­Generalversammlung im Restaurant Wolzenalp zusammen. Der Juni sei meteorologisch zwar ins Wasser gefallen, dennoch fanden zahlreiche Anlässe im Restaurant statt. «Die Sommerferien waren spitze», führte Früh weiter aus. Der Herbst sei dann weniger gut geraten. Optimistisch war Fridolin Früh beim Vorverkauf der Saisonkarten im Spätherbst. Doch über die Festtage zum Jahres­ende kamen die Wanderer, nicht wie erwartet die Skifahrer. Im Januar sei der ersehnte Schnee gefallen und lockte viele Gäste auf die Wolzenalp. «Leider mussten wir im Februar nach einem Wärmeeinbruch den Betrieb während ­einiger Tage einstellen», bedauerte Fridolin Früh. Nach 65 Betriebstagen sei die Wintersaison «sang- und klanglos» zu Ende ­gegangen.

Sommer bekommt immer mehr Bedeutung

Die Zahlen spiegelten die Aussagen von Fridolin Früh wieder. Das Ergebnis des Personentransports im Sommer war mit über 92500 Franken deutlich höher als im Vorjahr (+22500 Franken). Auch der Winter war um rund 50000 Franken besser als im Vorjahr, doch blieb das Ergebnis mit rund 273000 Franken tief. Zufrieden ist der Verwaltungsrat hingegen mit dem Ertrag aus dem Restaurant. Im Sommer flossen rund 220000 Franken in die Kasse, im Winter waren es 173000 Franken. Verwaltungsratspräsident Rolf Hager bedankte sich bei den Geschäftsführerinnen Vreni Früh, Elisabeth Bleiker und Helen Rust und ihren Mitarbeiterinnen für den Einsatz. In diesen Dank schloss er die übrigen Mitarbeiter ein. «Es ist nicht selbstverständlich, an Spitzentagen Höchst­leistungen zu bringen und bei schlechten Tagen zu Hause zu bleiben.» Dass das Gebiet Wol-zenalp laufe, sei nur möglich, weil alle – vom Verwaltungsrat über die Betriebsleitung bis zu den Mitarbeitern – sehr viel Herzblut hineinsteckten. «Ohne dies ginge es nicht», ist Rolf Hager überzeugt.

Rolf Hager sieht im vergangenen Geschäftsjahr, das mit einem Verlust von rund 28000 Franken abgeschlossen hat, Früchte der Ausrichtung der Wolzenalp. Im Winter sind Familien angesprochen, die das Einfache suchen und die Skifahren lernen. Darauf setze man in Zukunft – auch mit der stetigen Erweiterung des Kinderlandes und mit dem Beibehalten von moderaten Ticketpreisen. Im Sommer kämen viele Gäste auf die Wolzenalp, um zu entschleunigen. Es habe sich ­wiederum gezeigt, dass es richtig war, den Restaurantbetrieb in die Unternehmung zu integrieren. «Gerade in solchen Geschäftsjahren sind wir darauf angewiesen, aus unserem Nebenbetrieb ein positives Teilergebnis in unsere Jahresrechnung übertragen zu können», schreibt Rolf Hager in seinem Jahresbericht. Elsbeth Bleiker und Helen Rust sind aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ihnen sprach Rolf Hager im Namen des Verwaltungsrats ­einen grossen Dank aus.

Verwaltungsratspräsident wurde im Amt bestätigt

Die 71 Aktionäre, die an der Generalversammlung 946 Stimmen vertreten haben, genehmigten den Jahresbericht und die Rechnung diskussionslos. Einstimmig bestätigten sie den Verwaltungsratspräsidenten Rolf Hager in seinem Amt ebenso wie den Vizepräsidenten Kilian Looser. Zum Abschluss des geschäftlichen Teils bedankte sich Rolf Hager mit einem Präsent bei Hans Kaspar Menzi, der mehr als 50 Jahre lang mit dem Staldenlift ein Geschäftspartner der Sportbahn Krummenau-Wolzenalp Bahn AG war.


Leserkommentare

Anzeige: