Neuer Verwaltungsrat für die Musikschule

MUSIKSCHULE ⋅ Josef Schönenberger und Elisabeth Solèr sind am Donnerstag aus dem Verwaltungsrat der Musikschule Toggenburg verabschiedet worden. Michael Kauf ist das neue Mitglied.
02. Dezember 2017, 08:05
Cecilia Hess-Lombriser

Die Musikschule Toggenburg (MST) ist in ständigem Umbruch. Um das bewusst zu machen, nannte Verwaltungsratspräsident Urs Bichler in Zusammenhang mit dem Rücktritt von Elisabeth Solèr und Josef Schönenberger einige Eckdaten seit dem Jahr 2000. Damals, unter dem Präsidium von Konrad Neher, waren der MST 26 Schulgemeinden angeschlossen. Heute sind es 13 Gemeinden und diese hatten zur Mitgliederversammlung je einen Stimmrechtsvertreter delegiert. Zum Auftakt spielte ein fünfköpfiges Schülerensemble unter der Leitung von Franziska Weibel «Fun 4 Five». Den Instrumentalisten schien der Auftritt tatsächlich Spass zu machen.
 

Kinder von Alleinerziehenden profitieren

Urs Bichler informierte vor den eigentlichen Traktanden der Mitgliederversammlung, womit sich der Verwaltungsrat und die Schulleitung im vergangenen Jahr beschäftigt haben. Der Berufsauftrag für Musikschullehrpersonen war Thema einer Informationsveranstaltung der Musikkommission des Verbands St. Galler Volksschulträger (SGV). Dieser steht in Zusammenhang mit dem Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen, das die Arbeitsfelder der Lehrpersonen definiert und den Inhalt und die Bemessung der zu erfüllenden Aufgaben regelt. «Ein komplexes Thema und für Musikschullehrpersonen schwierig umzusetzen», wie Bichler meinte. «Die Musikschule Toggenburg muss in dieser Angelegenheit keine Vorreiterrolle übernehmen. In einem Jahr werden wir uns wieder mit dem SGV austauschen.» Ein anderes Thema war die Ausarbeitung eines neuen Spezialtarifs für Musikschüler. Vor allem Kinder von Alleinerziehenden seien vorher schlechter gestellt worden. Schulleiter Hanspeter Schoch ergänzte später, dass zurzeit elf Kinder von diesem Tarif profitierten. Im Durchschnitt betrage die Ermässigung 43 Prozent.
 

Die Musikschule im Wandel der Zeit

Zum letzten Mal präsentierte Josef Schönenberger das Budget. Während 23 Jahren arbeitete er für die MST. «Mit einem Fundus an Wissen und Erfahrung», wie ihm Urs Bichler attestierte. Elisabeth Solèr war seit 2000 dabei und geht nun wie ihr Verwaltungsratskollege in Pension. «Sie hat viele Aufgaben übernommen und wertvolle Arbeit geleistet», rühmte der Präsident. Um aufzuzeigen, dass die MST am Puls der Zeit bleiben muss, nannte er einige Veränderungen der letzten 17 Jahre. Die Hauszeitung ta-te-ti wurde eingeführt, als Pilotprojekt entstand ein freiwilliger Stufentest, 2003 entwickelte die MST ein neues Leitbild, ein neues Logo und neue Broschüren. Josef Rütsche übernahm von Konrad Neher das Präsidium. 2006 bekam die MST das ganze Haus an der Unterdorfstrasse. 2008 folgte die Integration der Musikalischen Grundschule in die Volksschule und es gab eine Leistungsvereinbarung mit 18 Schulgemeinden. 2011 schaltete die MST eine neue Website mit Extranet auf und zwei Jahre später wurde die Talentförderung eingeführt. Josef Rütsche trat im gleichen Jahr zurück und Urs Bichler trat in seine Fussstapfen. Es gab eine neue Führungsstruktur. Hanspeter Schoch ist der Schulleiter, Simone Erasmi ist Leiterin pädagogische Fachstelle.
 

Neues Mitglied im Verwaltungsrat

Michael Kauf, Unternehmer aus Ebnat-Kappel, hat sich für den Verwaltungsrat zur Verfügung gestellt. Er ist selber musikalisch und Vater von zwei musizierenden Kindern. «Für mich ist es motivierend, mitzuarbeiten, wenn die eigenen Kinder musizieren», sagte er. Er wurde einstimmig gewählt. Nachdem letztes Jahr bereits Fredy Metzger in den Verwaltungsrat gewählt worden war, musste nur ein Mitglied gewählt werden. Das Gremium setzt sich nun wie folgt zusammen: Urs Bichler, Helena Grob, Ursula Roth, Fredy Metzger und Michael Kauf. Ursula Roth wird die Finanzen übernehmen.

Hanspeter Schoch und Simone Erasmi berichteten vom erneuerten Unterrichtsangebot, von Belegungszahlen und dass die Bedingungen des Kulturförderungsgesetzes des Bundes erfüllt werden. Im Februar werden 450 Schülerinnen und Schüler der MST das Schulkonzert «Schwanensee» besuchen. 25 von ihnen spielen mit.


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