Blick auf mehrere Schauplätze

FUSSBALL ⋅ Die Nationalmannschaft möchte sich in den nächsten Tagen ihr Ticket für die WM 2018 in Russland sichern. Die Pause der oberen Ligen könnte Auswirkungen auf die Region haben.
05. Oktober 2017, 05:18
Beat Lanzendorfer

Der FC Bazenheid ist im Hoch und hat sich mit drei Siegen in den letzten vier Partien auf Position neun vorgearbeitet. Die Aussichten für die Wochen vor der Winterpause sind durchaus verheissungsvoll. Mit den Aufsteigern Dübendorf und Buchs sowie Rüti, Schaffhausen 2 und Wil 2 bekommen es die Alttoggenburger mit Konkurrenten zu tun, die nicht unmittelbar der Spitzengruppe angehören. Im Fall der nächsten zwei Gegner (Schaffhausen 2 und Wil 2) geht es so­gar ums nackte Überleben in der 2. Liga interregional.

Ursprünglich war die Partie gegen Schaffhausen 2 am Sonntag auf 18 Uhr angesetzt. Eine Zeit, welche Bazenheid nicht akzeptierte, weil Sonntagsspiele, die nach 16 Uhr geplant sind, mit dem Gegner abgesprochen werden müssen. In Verhandlungen fanden sich die Parteien und einigten sich auf Samstagabend, 19.45 Uhr. Wie stark sich der Gastgeber dann präsentiert, ist ein Geheimnis. Durch die Länderspielpause haben die Schaffhauser Spielraum und könnten sogar mit dem Challenge-League-Team auflaufen. «Ich gehe aber davon aus, dass dies nicht passieren wird. Nach unseren Recherchen hat die 1. Mannschaft in den nächsten Tagen Testspiele gegen Basel und die Grasshoppers vereinbart», meint Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi. Trotzdem nimmt er an, dass Schaffhausen 2 mit Verstärkungen auflaufen wird.

Dies lässt Stefanachi allerdings nicht als Entschuldigung gelten, falls es schiefgehen sollte. «Wir sind gut drauf und möchten unseren Lauf fortsetzen.» Bei den Toggenburgern sind die zuletzt angeschlagenen Györky und Baumann wieder einsatzfähig. Ein Fragezeichen steht hingegen hinter Farkas, der nicht hundertprozentig fit ist. Zurückgekehrt in den Trainingsbetrieb ist Torjäger Düring, der seinen Muskelbündelriss ausgeheilt hat. Ein Einsatz am Samstag käme aber zu früh.
 

Wechsel an der 3.-Liga- Spitze zeichnet sich ab

Sechs Runden hat Zuzwil ohne Niederlage überstanden. Am Wochenende spricht nun einiges dafür, dass Wattwil Bunt am Sonntagabend als Leader geführt wird. Zum einen muss Zuzwil nach Schmerikon, das in den letzten drei Runden sieben Punkte gesammelt hat und dabei 15 Tore schoss. Zum anderen bekommt es Wattwil Bunt mit Flawil zu tun und geht nach den zuletzt gezeigten Leistungen mit Vorteilen ins Rennen. Zudem ist die Mannschaft ausgeruht, nachdem das Cupspiel vom Dienstag in Tobel abgesagt worden ist. Während die Wattwiler die Erwartungen bisher übertrafen, gehen Neckertal-Degersheim und Bütschwil am Stock.

Florentino Martinez, Trainer der Neckertaler, hat die Schwächen erkannt und die Mannschaft in dieser Woche darauf angesprochen. «Jeder muss einen Zacken zulegen und an seiner Disziplin arbeiten. Zurzeit kassieren wir eindeutig zu viele Gegentreffer.» Wenn der Laden hinten dicht gemacht wird, kann es beim Tabellendritten Aadorf durchaus zu einer Überraschung reichen.

Mit ähnlichen Problemen müht sich Bütschwil ab. 17 Ge-gentreffer sind kein Wert, der auf eine souveräne Defensive schliessen lässt. Ob die Trendwende schon am Wochenende gelingt, muss bezweifelt werden, denn Henau hat Ambitionen für Höheres und benötigt einen Dreier, um den Kontakt mit der Spitze nicht abbrechen zu lassen. Unerwartetes passiert in Tobel, der 2.-Liga-Absteiger kommt nicht vom Fleck und kämpft gegen Wagen darum, nicht unter den Trennstrich zu fallen.
 

4.-Liga-Derby auf dem Bazenheider Ifang

Bazenheid 2 hat es sich zur Gewohnheit gemacht, seine Heimspiele am Freitagabend auszutragen. Die Bilanz weist einen Sieg gegen Bütschwil sowie eine Niederlage gegen Kirchberg aus. Im dritten Derby innert dreier Wochen ist Ebnat-Kappel zu Gast. Die Vorzeichen sind eindeutig: Die Obertoggenburger treten als Favorit an, obwohl das bisherige Abschneiden der Bazenheider mit Platz 6 durchaus beachtenswert ist. Nichts weiter als ein weiterer Sieg wird von Kirchberg am Sonntagmorgen beim Vorletzten Uzwil 3b erwartet.
 

Zwei Heimspiele für die Toggenburger Frauen

Ebnat-Kappel war sich bewusst, dass es eine schwierige Saison wird. Zu Hause gegen Rapperswil-Jona soll es jetzt endlich zum ersten Erfolgserlebnis kommen.

Nicht ganz nach Wunsch läuft es auch der Gemeinschaft Neckertal-Bütschwil. Der Rückstand auf Appenzell beträgt schon sechs Punkte. Im Heimspiel gegen das durchschnittliche Wittenbach darf sich die De-Luca-Elf keine Schwächen erlauben.

Unerwartete Absage

Jörg Hasler, Sportchef beim FC Wattwil Bunt, zeigte sich auf Anfrage wenig begeistert, dass das Cupspiel Tobel-Affeltrangen – Wattwil Bunt von vorgestern Dienstag kurzfristig abgesagt worden ist. «Ich warte noch immer auf die Begründung. Am Regen kann es nicht gelegen haben, die Bedingungen waren geradezu ideal.» Wann wird die Partie nachgeholt? «Nach meinen Infor­mationen am Mittwochabend, 11. Oktober. Mittwoch darum, weil Tobel-Affeltrangen nicht am Dienstag spielen will, dann tritt die Nationalmannschaft gegen Portugal an.» An der Ausgangslage ändert sich indes wenig. Der Sieger zieht in den Viertelfinal des Ostschweizer Cups ein und benötigt anschliessend noch zwei Siege, um in die Hauptrunde des Schweizer Cups einziehen zu können. (bl)


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